Ohne Energie(wende) geht`s nicht – Bericht vom Klimaschutzworkshop

Am 9.6.2018 von 10:00-16:00 fand der Klimaschutz-Workshop „Ohne Energie (wende) geht`s nicht“ statt.

Bericht einer Teilnehmerin:

„Anfangs machten wir eine Vorstellungsrunde und es stellte sich bei den meisten von uns raus, dass nur wenig Vorwissen über das Energie-Thema vorhanden war.
Es war daher super, dass ein Energie-Experte von der Verbraucherzentrale als Referent eingeladen war. Dadurch erhielten wir fundierte Informationen über die Gefahr fossiler Energiequellen, wie z.B. Braunkohle und eine gute Einschätzung über den aktuellen (etw. ernüchternden) Stand der angestrebten Energiewende.
Nach diesem Input führte die Workshop-Leiterin Tanja ein Quiz speziell zum Thema Energie mit uns durch. Das machte viel Spaß. Per Powerpoint wurden multiple choice Fragen an das Whiteboard projiziert und wir haben in Kleingruppen die richtigen Antworten geraten.
In der Mittagspause aßen wir dann gemeinsam im Seminarraum und führten dabei unsere Gespräche über unsere Einschätzungen zum Klimawandel fort.
Danach hielt der Referent der Verbraucherzentrale einen zweiten Input, in dem es speziell um Möglichkeiten des Energiesparens im Haushalt ging. Es wurden viele hilfreiche Tipps vermittelt, die für uns z.T. auch neu waren. Es folgte dann ein längeres Gespräch darüber, was wir bereits im Alltag für`s Energiesparen tun und was wir noch verbessern könnten.
Im weiteren Teil ging`s darum, wie man auch politisch aktiv werden kann, z.B. gegen Kohle-Abbau und es wurden verschiedene kreative öffentlichkeitswirksame Aktionen und Initiativen vorgestellt.
In der Reflektionsrunde am Ende äußerten sich alle Teilnehmer_innen sehr zufrieden über den Workshop. Einen herzlichen Dank an die Workshop-Leiterin und den Referenten.“

Malworkshop für die Klimaschutz-Ausstellung beim Kooperationspartner „no limit“ (Tanzwerkstatt für Kinder und Jugendliche in Weißensee)

Am Mo. Den 12.3. 2018 von 16:30-18:30 besuchten wir unseren Kooperationspartner „no limit“ und führten mit insg. 15 Jugendlichen vor Ort einen Malworkshop durch. Zunächst zeigten wir mehrere Fotos, die verschiedene Aspekte vom Klimawandel und Strategien für Klimaschutz darstellten und diskutierten darüber. Dann tauschten wir uns darüber aus, ob auch wir bereits die Auswirkungen des Klimawandels spüren und was wir bereits für mehr Klimaschutz im Alltag tun.
Anschließend begann die Mal-Phase, in der alle ihre Emotionen (Ängste und Hoffnungen) zum Klimawandel ausdrücken konnten, sowie Ideen wie wir selbst aktiv werden können. Hierbei entstanden sowohl Bilder die von Mehreren gemeinsam gemalt (oder als Collagen geklebt wurden), als auch Bilder von Einzelnen. Alle beteiligten sich sehr motiviert und hatten sichtlich Spaß. Am Ende wurden die Titel der Bilder (z.T. auch kurze Texte) und Namen der MalerInnen auf Karten geschrieben.
Wir sind begeistert über die schönen Ergebnisse, die wir alle im Rahmen unserer Klimaschutz Ausstellung öffentlich zeigen werden. Wir danken allen Beteiligten für die Teilnahme. 🙂

Malworkshop Malworkshop

Bericht über den Workshop „Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserkreislauf und nachhaltiger Wasserkonsum“

Workshop nachhaltiger WasserkonsumAls erstes stellte sich der Verein solar e.V. vor und wir machten eine Vorstellungsrunde. Dann positionierten wir uns zu verschiedenen Fragen, je nach unserer Meinung in verschiedenen Ecken des Raumes. Es kam eine Diskussion darüber auf, ob man (angesichts des Klimawandels) überhaupt noch Kinder bekommen sollte. Es fiel auf, dass alle jüngeren Frauen unter uns meinten, dass sie keine Kinder in diese Welt setzen möchten. Die älteren Frauen hingegen hatten bereits erwachsene Kinder und plädierten dafür, die Hoffnung nicht aufzugeben und doch Kinder zu bekommen. Außerdem diskutierten wir über die Frage, ob die z.T. extremen Wetterphänomene in Berlin in den letzten Monaten (z.B. Stürme und Starkregen) ggf. bereits mit dem Klimawandel zusammenhängen könnten.

Anschließend hielt eine Gastreferentin einen interessanten Input über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasser Situation (Reserven) in verschiedenen Ländern. Hierbei ging es auch viel um Kritik am menschlichen Umgang mit Wasser. Es wurden z.T. Wissenschaftler*innen zitiert, welche die These aufstellten, dass die Ausbeutung der Ressource Wasser und z.B. auch die Trockenlegung von Böden durch Versiegelung die Hauptfaktoren für den Klimawandel seien. Diesen Standpunkt vertraten die meisten der Teilnehmenden nicht. Für sie blieb die Co2 Produktion ausschlaggebend für den Klimawandel. Es ergab sich eine interessante , anregende Diskussion.
Nach einer Mittagspause mit leckeren veganen Snacks, wurde die interaktive Methode „ein Schritt nach vorn“ zum Thema „Soziale weltweite Unterschiede bei der Betroffenheit durch den Klimawandel“ angeleitet. Alle von uns bekamen Rollenkarten (die wir den anderen nicht zeigen durften). Es waren privilegierte und unterprivilegierte Rollen dabei von Menschen aus verschiedenen Ländern dabei, die verschieden stark von Überflutungen und Dürren z.B. betroffen (oder nicht betroffen) sind. Wir stellten uns alle in eine Reihe und dann stellte die Moderatorin Fragen, z.B.: „Spürst Du die Auswirkungen des Klimawandels bereits negativ in Deinem eigenen Leben?“ Alle, die diese Frage mit „ja“ beantworten konnten, sollten einen Schritt nach vorne gehen. Es wurden noch mehrere andere Fragen gestellt und schließlich standen die unterprivilegierten Rollen auf der anderen Seite des Raumes, die Privilegierten waren stehen geblieben. Diese Methode war interessant und man konnte sich empathisch gut in die Rollen hinein versetzen.

Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann mit einem Referat über virtuelles Wasser und Wasserfußabdrücke in Produkten weiter. Uns hat erschreckt, wie immens hoch der tägliche Wasserverbrauch in Deutschland durch „verstecktes“ Wasser pro Person ist. Das sind ca. 5000 liter am Tag. Besonders interessant fand ich dann noch die Unterscheidung in „grünes“ (Regenwasser), „blaues“ (Grund- und Oberflächenwasser) und graues Wasser (Verschmutzung). Aus diesen verschiedenen Wasser-Arten setzen sich die Gesamtwasserfußabdrücke von Produkten zusammen . Ich habe mir vorgenommen, nie wieder Kartoffeln aus Ägypten zu kaufen, weil die vorwiegend mit kostbarem Grundwasser (blauem Wasser) bewässert werden, wohingegen Kartoffeln aus Brandenburg überwiegend durch Regenwasser (grünes Wasser) bewässert werden können.
Im 2. Teil sammelten wir in Kleingruppen Gedanken zum Thema „Alltag und Wasserkonsum“. Hierbei wurden die Fragen gestellt: „In welchem Bereich achte ich bereits auf meinen Wasserkonsum?“ „Was würde ich gern noch zusätzlich tun?“ und „Welche Hindernisse gibt es“?

Anschließend tauschten wir uns in der Gesamtgruppe über die Ergebnisse aus. Auffällig war, dass es viele Überschneidungen gab, v.a. bei der Frage was man gerne noch zusätzlich tun würde, um Wasser sparsamer zu leben. Hierbei wurde z.B. mehrfach genannt, in Zukunft komplett auf das Kaufen von Wasserflaschen verzichten zu wollten und noch mehr auf die Herkunft von Produkten zu achten (hinsichtlich der Wasserfußabdrücke).

Die Gruppe setzte sich aus Personen verschiedenster Richtungen und Hintergründen zusammen, sowohl noch Unerfahrene, als auch fachkundige wie auch politische Aktivist*innen, was einen interessanten Austausch ermöglichte. Der Workshop hat ein breites Spektrum an Themen, Herangehensweisen und Bildungsmethoden zum Thema Wasser und Klimaschutz geboten und viele gute Denkanstöße und Handlungsperspektiven mit sich gebracht. In der Abschlussrunde waren wir uns einig, dass es ein sehr interessanter Workshop war und dass wir weiterhin im Kontakt bleiben möchten.

Hier die Präsentation zum Wasserfußabdruck zum Download:

Der Workshop fand am Samstag, den 09.12.2017, von 10:00 bis 16:00 Uhr im KuBiZ Berlin-Weißensee statt.

Mach mit bei unserer Klimaschutz-Ausstellung!

Klimaschutz-AusstellungWer hat Interesse, sich kreativ an unserer Klimaschutz Ausstellung zu beteiligen?
Hier habt Ihr Gelegenheit, Eure Gefühle zu verschiedenen Aspekten von Klimawandel und Klimaschutz in unterschiedlichen Formen (Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Schrift, … ) auszudrücken. Die Ausstellung ist altersübergreifend. Sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene können sich beteiligen. Die Ausstellung soll ab April 2018 an verschiedenen öffentlichen Orten in Weißensee gezeigt werden, u.a. in Jugendzentren, Bibliotheken, Berufsschulen, Familienzentren, im KuBiZ (Kultur und Bildungszentrum Raoul Wallenberg). Sie wird mit Informationstafeln ergänzt, die Hintergrundwissen über Klimawandel vermitteln, sowie Tipps für Klimaschutz im Alltag und im Stadtteil Weißensee aufzeigen.

Um diese Themenbereiche soll es u.a. (im Zusammenhang mit dem Klimawandel) gehen:

  • Artenvielfalt bzw. Artenschutz (welche Tiere sind gefährdet und was können wir zur Unterstützung tun?)
  • Wetterphänomene (Stürme u. Starkregen z.B.)
  • Ernährung (welche Produkte sind klimafreundlich?)
  • Energie (umweltschonende Energie-Arten)
  • Mobilität (Flug- und Straßenverkehr versus umweltfreundliche Verkehrsmittel)

Bei Interesse meldet Euch bitte bei uns, damit wir (bevor Ihr anfangt, Euch kreativ auszutoben) genauer absprechen können, was genau Ihr zu welchem Themenbereich beitragen könntet.

Kontakt: info(ät)primaklimaweissensee.de

Bericht über den Workshop „Der Klimawandel und seine Folgen“

Am Samstag, den 28.10.2017, fand im KuBiZ der erste Tagesworkshop zum Thema Ursachen und Folgen des Klimawandels statt. In netter Atmosphäre sprachen wir v.a. auch über konkrete Handlungsmöglichkeiten in unserem Alltag.

Klimawandel-Workshop - Brainstorming: was können wir konkret im Alltag gegen Klimawandel tun? Workshop Klimawandel Workshop Klimawandel Gruppenarbeit Workshop Klimawandel

Eine Teilnehmerin berichtet:

„Zunächst machten wir eine ausführliche Vorstellungsrunde, bei der alle Anwesenden auch über ihre Motivation für das Thema Klimaschutz berichten konnten. Anschließend haben wir uns bei der interaktiven Methode „Meinungsbarometer“ zu verschiedenen Fragen zum Klimawandel positioniert und uns über unsere verschiedenen Ansichten und Befürchtungen fruchtbar ausgetauscht.

Während der anschließenden Methode „Emissionen Chair“ bekamen wir einen Überblick über die CO2 Emissionen auf verschiedenen Kontinenten. Während des Spiels haben wir festgestellt, dass wir so manchen Kontinent sehr anders eingeschätzt hätten und waren teilweise über die realen weltweiten Verteilungszahlen überrascht.
Anschließend gab es einen Überblick von einem Gastreferenten über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Er zeigte uns u.a. auch den Film „Wake up and Freak out“, der einen guten Überblick gab, wie das Klima funktioniert und was der Klimawandel ist. Anschließend erklärte uns der Referent noch im Detail den Treibhauseffekt und Rückkoppelungseffekte. Zudem ging es um eine Beurteilung des Pariser Klima Abkommens. Nach all diesen Einblicken, waren wir alle erst erstmal etwas betroffen bezüglich der möglichen Szenarien, wenn kein Umdenken stattfindet und der Klimaschutz weiterhin von Politik und VerbraucherInnen nicht ernst genug genommen wird.

Während der Mittagspause (inklusive leckerer veganer Snacks), tauschten wir uns angeregt weiter über das Thema aus.

Im nächsten Block sprachen wir dann über Handlungsperspektiven im Alltag. Nach einem Brainstorming und Austausch über Bereiche, in denen wir bereits aktiv sind und in welchen wir gern aktiv werden würden, haben wir uns konkret über Handlungsmöglichkeiten in Weißensee ausgetauscht. Es entstanden gute Ideen, z.B. über die gemeinsame nachbarschaftliche Nutzung von technischen Geräten (Bohrmaschinen, etc.), damit sich nicht JedeR selbst ein Gerät anschaffen muss. Zudem analysierten wir die Situation für FahradfahrerInnen in Weißensee (wo gibt es zuwenig Fahrrad-Parkplätze, Radwege, etc. Was könnten wir dagegen tun?). Wir waren uns alle einig, dass es gerade in einer großen Stadt, wie Berlin wichtig ist, Kontakt zu den NachbarInnen im eigenen Haus oder der Straße zu haben und sich gegenseitig zu unterstützen und damit auf verschiedene Arten etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen.

Wir hoffen, dass noch mehr WeißenseerInnen zu unseren zukünftigen Workshops kommen, damit wir die Ideen, die wir besprochen haben noch besser in die Tat umsetzen können.“