Preis „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen

Preis „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen

Mit Freude erreichte uns die Mitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Brillat-Savarin-Schule hat die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen. Die Schule hatte unsere Kooperationsprojekte „Mit Messer und Gabel das Klima retten“ und „Klimagericht“ in der Bewerbung eingereicht. Da die Schule uns als guten Kooperationspartner ebenfalls für den Preis vorschlug, kamen auch wir von Prima Klima in die Auswahl für den Preis und gewann schließlich ebenfalls einen der drei Preise für Kooperationspartner. Wir sind nun zur Preisverleihung am 18. Juni ins Abgeordnetenhaus eingeladen 🙂 und freuen uns über diese Anerkennung unserer Arbeit.

 

Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mittwoch 20.02. und 13.03.2019

von 8:30 bis 13:30 Uhr

in der Brillat-Savarin-Schule, Buschallee 23A, 13088 Berlin

An zwei Projekttagen beschäftigen wir uns mit den Themenbereichen ökologische und Solidarische Landwirtschaft, Partnerschaftlicher Welthandel, Lebensmittelverschwendung, pflanzliche Ernährung und alternative Produktionsweisen.

Unsere Ernährung ist wichtig für den Klimaschutz

Die Art und Weise wie wir uns ernähren, welche Lebensmittel wir einkaufen, wie wir sie verwenden und woher sie kommen ist nicht nur ein individuelles Thema. Unsere Ernährung trägt zudem mit 30-50% an den gesamten Treibhausgasemissionen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. Es spielt also eine große Rolle, wie wir uns ernähren. Die Größe des C02-Fußabdrucks auf unseren Tellern hängt z.B. davon ab, ob wir regelmäßig Fleisch essen, uns vegetarisch oder vegan ernähren, ökologisch oder konventionell angebaut werden, von transnationalen Konzernen oder kleinen lokalen Unternehmen angebaut und produziert werden und wie sie verpackt und gelagert werden. Es sollte genug für alle da sein, doch aktuell landet etwa 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion auf dem Weg vom Anbau bis zum Teller im Müll.

Und nicht nur das Klima leidet unter den Produktionsbedingungen unserer Nahrungsmittel. Durch die Strukturen der globalen Agrarindustrie und die Macht transnationaler Konzerne sind besonders Menschen im globalen Süden gezwungen unter prekären Bedingungen für einen Hungerlohn zu arbeiten. Das geht auch anders!

Wir haben Produzent*innen, Handel und Initiativen eingeladen, die zeigen, wie wir klimafreundlicher, gerechter und dabei auch gesund und lecker essen können ohne unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und Tiere auszubeuten.

Die sechzehn Workshops stehen den angehenden Gastronom*innen der Brillat-Savarin-Schule und interessierten Nachbar*innen offen. Sie vermitteln verschiedene Perspektiven und Ansätze und werden vom anschließenden Markt der Möglichkeiten ergänzt, wo es Zeit und Raum für Information und Austausch und zum Kennenlernen einzelner Produkte gibt.

Mittwoch 20.2.2019


Workshops I 8:30–9:30h
Lebenmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen Partnerschaftlich und klimagerecht handeln Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
mit… Foodsharing Ethiquable Restlos glücklich Weltacker

Workshops II
10:20–11:20h
Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Biovegane und solidarische Landwirtschaft verschoben auf 13.3.!
Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
mit… Restlos glücklich Plantage farm Weltacker Saucenfritz

Markt der Möglichkeiten
11:20–13:30h

Informieren, ausprobieren und kaufen
Mit den Produzent*innen, Händler*innen und Initiativen aus den Workshops sowie Plantage farm & slow food youth

 

Mittwoch 13.3.2019

ACHTUNG: Wir bitten (Schul-) externe Gäste 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn bei unserer Anmeldung am Schuleingang zu sein und sich dort anzumelden!


Workshops I 8:30–9:30h
Biovegane und solidarische Landwirtschaft   Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten

Gastro mit Gerettetem

mit… Plantage farm   Restlos glücklich Real Junkfood Project

Workshops II
10:20–11:20h
Solidarisch, kollektiv und abseits des Mainstreams Biovegane und solidarische Landwirtschaft Kleinbäuerlicher Widerstand und solidarische Konsumentis

Cäse – Käse ohne Milch

Tofu regional, kollektiv und in Handarbeit
mit… Schnittstelle Plantage farm La Via Campesina/AbL Beba Baxter Soy Rebels

Markt der Möglichkeiten
11:20–13:30h

Informieren, ausprobieren und kaufen
Mit den Produzent*innen, Händler*innen und Initiativen aus den Workshops sowie slow food youth

 

Details zu den Inhalten der Workshop findet Ihr in der Workshop-Beschreibung (klick hier).

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Das Projekt ist eine Kooperation des OSZ Gastgewerbe (Brillat-Savarin-Schule) mit der Initiative Prima Klima in Weißensee und dem Frei-Zeit-Haus Weißensee.

Bericht über den Workshop „Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserkreislauf und nachhaltiger Wasserkonsum“

Workshop nachhaltiger WasserkonsumAls erstes stellte sich der Verein solar e.V. vor und wir machten eine Vorstellungsrunde. Dann positionierten wir uns zu verschiedenen Fragen, je nach unserer Meinung in verschiedenen Ecken des Raumes. Es kam eine Diskussion darüber auf, ob man (angesichts des Klimawandels) überhaupt noch Kinder bekommen sollte. Es fiel auf, dass alle jüngeren Frauen unter uns meinten, dass sie keine Kinder in diese Welt setzen möchten. Die älteren Frauen hingegen hatten bereits erwachsene Kinder und plädierten dafür, die Hoffnung nicht aufzugeben und doch Kinder zu bekommen. Außerdem diskutierten wir über die Frage, ob die z.T. extremen Wetterphänomene in Berlin in den letzten Monaten (z.B. Stürme und Starkregen) ggf. bereits mit dem Klimawandel zusammenhängen könnten.

Anschließend hielt eine Gastreferentin einen interessanten Input über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasser Situation (Reserven) in verschiedenen Ländern. Hierbei ging es auch viel um Kritik am menschlichen Umgang mit Wasser. Es wurden z.T. Wissenschaftler*innen zitiert, welche die These aufstellten, dass die Ausbeutung der Ressource Wasser und z.B. auch die Trockenlegung von Böden durch Versiegelung die Hauptfaktoren für den Klimawandel seien. Diesen Standpunkt vertraten die meisten der Teilnehmenden nicht. Für sie blieb die Co2 Produktion ausschlaggebend für den Klimawandel. Es ergab sich eine interessante , anregende Diskussion.
Nach einer Mittagspause mit leckeren veganen Snacks, wurde die interaktive Methode „ein Schritt nach vorn“ zum Thema „Soziale weltweite Unterschiede bei der Betroffenheit durch den Klimawandel“ angeleitet. Alle von uns bekamen Rollenkarten (die wir den anderen nicht zeigen durften). Es waren privilegierte und unterprivilegierte Rollen dabei von Menschen aus verschiedenen Ländern dabei, die verschieden stark von Überflutungen und Dürren z.B. betroffen (oder nicht betroffen) sind. Wir stellten uns alle in eine Reihe und dann stellte die Moderatorin Fragen, z.B.: „Spürst Du die Auswirkungen des Klimawandels bereits negativ in Deinem eigenen Leben?“ Alle, die diese Frage mit „ja“ beantworten konnten, sollten einen Schritt nach vorne gehen. Es wurden noch mehrere andere Fragen gestellt und schließlich standen die unterprivilegierten Rollen auf der anderen Seite des Raumes, die Privilegierten waren stehen geblieben. Diese Methode war interessant und man konnte sich empathisch gut in die Rollen hinein versetzen.

Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann mit einem Referat über virtuelles Wasser und Wasserfußabdrücke in Produkten weiter. Uns hat erschreckt, wie immens hoch der tägliche Wasserverbrauch in Deutschland durch „verstecktes“ Wasser pro Person ist. Das sind ca. 5000 liter am Tag. Besonders interessant fand ich dann noch die Unterscheidung in „grünes“ (Regenwasser), „blaues“ (Grund- und Oberflächenwasser) und graues Wasser (Verschmutzung). Aus diesen verschiedenen Wasser-Arten setzen sich die Gesamtwasserfußabdrücke von Produkten zusammen . Ich habe mir vorgenommen, nie wieder Kartoffeln aus Ägypten zu kaufen, weil die vorwiegend mit kostbarem Grundwasser (blauem Wasser) bewässert werden, wohingegen Kartoffeln aus Brandenburg überwiegend durch Regenwasser (grünes Wasser) bewässert werden können.
Im 2. Teil sammelten wir in Kleingruppen Gedanken zum Thema „Alltag und Wasserkonsum“. Hierbei wurden die Fragen gestellt: „In welchem Bereich achte ich bereits auf meinen Wasserkonsum?“ „Was würde ich gern noch zusätzlich tun?“ und „Welche Hindernisse gibt es“?

Anschließend tauschten wir uns in der Gesamtgruppe über die Ergebnisse aus. Auffällig war, dass es viele Überschneidungen gab, v.a. bei der Frage was man gerne noch zusätzlich tun würde, um Wasser sparsamer zu leben. Hierbei wurde z.B. mehrfach genannt, in Zukunft komplett auf das Kaufen von Wasserflaschen verzichten zu wollten und noch mehr auf die Herkunft von Produkten zu achten (hinsichtlich der Wasserfußabdrücke).

Die Gruppe setzte sich aus Personen verschiedenster Richtungen und Hintergründen zusammen, sowohl noch Unerfahrene, als auch fachkundige wie auch politische Aktivist*innen, was einen interessanten Austausch ermöglichte. Der Workshop hat ein breites Spektrum an Themen, Herangehensweisen und Bildungsmethoden zum Thema Wasser und Klimaschutz geboten und viele gute Denkanstöße und Handlungsperspektiven mit sich gebracht. In der Abschlussrunde waren wir uns einig, dass es ein sehr interessanter Workshop war und dass wir weiterhin im Kontakt bleiben möchten.

Hier die Präsentation zum Wasserfußabdruck zum Download:

Der Workshop fand am Samstag, den 09.12.2017, von 10:00 bis 16:00 Uhr im KuBiZ Berlin-Weißensee statt.