Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mittwoch 20.02. und 13.03.2019

von 8:30 bis 13:30 Uhr

in der Brillat-Savarin-Schule, Buschallee 23A, 13088 Berlin

An zwei Projekttagen beschäftigen wir uns mit den Themenbereichen ökologische und Solidarische Landwirtschaft, Partnerschaftlicher Welthandel, Lebensmittelverschwendung, pflanzliche Ernährung und alternative Produktionsweisen.

Unsere Ernährung ist wichtig für den Klimaschutz

Die Art und Weise wie wir uns ernähren, welche Lebensmittel wir einkaufen, wie wir sie verwenden und woher sie kommen ist nicht nur ein individuelles Thema. Unsere Ernährung trägt zudem mit 30-50% an den gesamten Treibhausgasemissionen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. Es spielt also eine große Rolle, wie wir uns ernähren. Die Größe des C02-Fußabdrucks auf unseren Tellern hängt z.B. davon ab, ob wir regelmäßig Fleisch essen, uns vegetarisch oder vegan ernähren, ökologisch oder konventionell angebaut werden, von transnationalen Konzernen oder kleinen lokalen Unternehmen angebaut und produziert werden und wie sie verpackt und gelagert werden. Es sollte genug für alle da sein, doch aktuell landet etwa 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion auf dem Weg vom Anbau bis zum Teller im Müll.

Und nicht nur das Klima leidet unter den Produktionsbedingungen unserer Nahrungsmittel. Durch die Strukturen der globalen Agrarindustrie und die Macht transnationaler Konzerne sind besonders Menschen im globalen Süden gezwungen unter prekären Bedingungen für einen Hungerlohn zu arbeiten. Das geht auch anders!

Wir haben Produzent*innen, Handel und Initiativen eingeladen, die zeigen, wie wir klimafreundlicher, gerechter und dabei auch gesund und lecker essen können ohne unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und Tiere auszubeuten.

Die sechzehn Workshops stehen den angehenden Gastronom*innen der Brillat-Savarin-Schule und interessierten Nachbar*innen offen. Sie vermitteln verschiedene Perspektiven und Ansätze und werden vom anschließenden Markt der Möglichkeiten ergänzt, wo es Zeit und Raum für Information und Austausch und zum Kennenlernen einzelner Produkte gibt.

Mittwoch 20.2.2019


Workshops I 8:30–9:30h
Lebenmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen Partnerschaftlich und klimagerecht handeln Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
mit… Foodsharing Ethiquable Restlos glücklich Weltacker

Workshops II
10:20–11:20h
Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Biovegane und solidarische Landwirtschaft Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
mit… Restlos glücklich Plantage farm Weltacker Saucenfritz

Markt der Möglichkeiten
11:20–13:30h

Informieren, ausprobieren und kaufen
Mit den Produzent*innen, Händler*innen und Initiativen aus den Workshops sowie slow food youth

Details zu den Inhalten der Workshop findet Ihr in der Workshop-Beschreibung (klick hier).

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Das Programm für den 13.3.2019 kommt bald.

>>>Hier geht’s zum PDF-Download von Flyer (A6) und Plakat (A2).

Eine Kooperation des OSZ Gastegewerbe (Brillat-Savarin-Schule) mit der Initiative Prima Klima in Weißensee und dem Frei-Zeit-Haus Weißensee.

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Im Mittelpunkt dieses dreistündigen Abendworkshops am 29. Oktober 2018 standen verschiedene, kreative Aktionsformen, mit denen wir uns für eine Verkehrswende hin zu mehr umweltfreundlicher Mobilität, einsetzen können. Es war ein bewegter und motivierender Abend mit Input, Videoclips und viel Raum für Diskussion und Austausch.

Der Ansatz unseres Referenten, des Verkehrswende-Aktivisten Jörg Bergstedt, ist es dabei Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Zudem setzt er nicht auf Kompromisse und kleinschrittige Ziele, sondern auf radikale Forderung – kein Tempolimit, sondern lieber gleich eine autofreie Stadt – nur so könne eine echte Veränderung bewirkt werden!

Wir erfahren von aktuellen Ansäzen einen kostenlosen ÖPNV in verschiedenen Orten, u.a. auch der Stadt Tallin, umzusetzen und warum dieses Modell keineswegs abwegig und absurd ist, sondern nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz beiträgt, sondern sich, wenn die realen Kosten des Straßenverkehrs einbezogen werden, sogar wirtschaftlich auszahlen kann.

Doch bis diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, bleibt nur kreativer Protest – beispielsweise durch „Aktionsschwarzfahren“: wer das Strafrecht gut kennt, kann kreativ damit umgehen und Lücken nuzen um Aufmerksamkeit zu generieren.

Mit einem Hinweisschild und Flyern darauf aufmerksam zu machen, ohne Ticket unterwegs zu sein, ist nicht nur ein deutliches Statement, sondern schützt auch vor einer Gefängnisstrafe. Denn noch immer werden in Deutschland jedes Jahr viele tausend Menschen für das Fahren ohne Ticket inhaftiert – eine vollkommen unangemessene Strafe, die zudem noch viele gesellschaftliche Folgekosten mit sich bringt. Für wen das dennoch zu riskant und konfliktgeladen ist, bleibt noch die Möglichkeit das eigene Ticket zu teilen, ein noch gültiges Ticket nach Ende der Fahrt weiterzuverschneken und sich mit schwarzfahrenden Menschen solidarisch zu erklären.

Zudem lernen wir eine Aktionsform kennen, die in besonderer Form die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken kann: die Kommunikationsguerilla. So wurde Anfang des Jahres in Gießen flächendeckend ein Flyer verteilt, in dem u.a. im Namen der Oberbürgermeisterin dazu eingeladen wurde, den ÖPNV in Gießen für 9 Tage kostenlos zu testen. Die Aktion erregte nicht nur Aufsehen, sondern setzte auch eine, sogar überregional geführte Debatte über den Nulltarif in Gang.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Möglichkeiten für Fußgänger*innen und Radhahrer*innen die Straßen wenigstens für begrenzte Zeit zurückzuerobern, z.B. mit Fahrraddemos oder einem Gehzeug, einem Holzrahmen in Größe eines Autos, mit dem sich Fußgänger*innen gleichberechtigt zu Autofahrer*innen über die Straßen bewegen und so den Verkehr ordentlich durcheinander bringen können.

Der Abend hat uns gezeigt, die Möglichkeiten sich für eine Verkehrswende einzusetzen sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf das eigene Mobilitätsverhalten.

Klima ins Theater bringen!

Warum fördert das pupsende Schwein den Klimawandel? Wieso sterben die Bienen? Und wo bleiben die Eisbären, wenn die Arktis schmilzt?

Diese und viele andere Fragen stellen sich die Kinder in unserem Theaterprojekt It’s our future – es ist unsere Zukunft! In Kooperation mit der Tanzwerkstatt no limit in der Buschallee startet ab November 2018 unser Mitmach-Theaterprojekt für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Es werden noch weitere interessierte Kinder gesucht!

Im Mai 2019 soll das Stück fertig sein und wir werden es an verschiedenen Orten in Weißensee aufführen.

Mitmachen könnt Ihr immer:

  • Montags 15:00 – 16:30 Uhr
  • Mittwochs 14:00 – 18:00 Uhr beim offenen Mitmach-Tag

Anmelden könnt Ihr Euch per Email an tanzwerkstatt@gmx.de oder telefonisch unter 030 92 303 91.

Ort:

Tanzwerkstatt No Limit e.V.
Buschallee 87 (rechts am Supermarkt vorbei)
13088 Berlin

Verkehrsverbindung: Tram M4, Sulzfelder Straße.

Das Angebot ist KOSTENLOS.

Informationsveranstaltung zur Straßenbahntangente Pankow-Heinersdorf-Weißensee

Wir waren für Euch am 7.11.2018 bei der Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum Neubau der Straßenbahntangente zwischen Weißensee und Pankow (Verlängerung der Linien 27/12). Hier ein kurzer Bericht:

Die Beteiligung und das Interesse waren sehr groß. Es kamen ca. 250-300 Menschen zur Veranstaltung, die in der Max-Bill-OSZ-Schule in der Gustav Adolf-Straße 66 stattfand.

Es begrüßten uns Dr. Imke Steinmeyer, Leiterin des Referates Grundsatzangelegenheiten der Verkehrspolitik, Verkehrsentwicklungsplanung bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie Dr. Ursula Flecken von Planergemeinschaft für Stadt und Raum e.G.

Frau Flecken stellte den Ablauf vor und stellte ein paar einleitende Fragen an das Publikum. Dabei stellte sich heraus, dass viele Anwesende aus Heinersdorf und Pankow kamen, einige aus Weißensee und ein größerer Teil auch aus anderen Regionen. Etwa die Hälfte der Anwesenden bezeichneten sich als ÖPNV-Nutzer_innen.

Anschließend erläuterte Frau Steinmeyer den Auftrag zur Straßenbahnplanung, den Rahmen und Ablauf der Projektplanung und die Umsetzung. Darauf folgend erläuterte Herr Frank Schäfer von der Intraplan Consult GmbH den aktuellen Arbeitsstand der derzeitigen „Variantenbetrachtung“.

Ziel der Veranstaltung sollte es nun sein, die derzeit durch das Planungsbüro entwickelten Varanten für die Umsetzung der Straßenbahntangende den Bürger_innen vorzustellen, Fragen zu beantworten und Anregungen der Bürger_innen aufzunehmen, damit diese in die Erarbeitung einer „Realisierungsempfehlung“ des Büros mit einfließen können.

Entsprechend stellte Herr Schäfer den derzeitigen Planungsstand vor. Die Powerpoint dazu ist auf der Seite der Senatsverwaltung abrufbar. (https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/oepnv/netzplanung/download/2018-11-05_Strassenbahn_Pankow.pdf)

Nun gab es die Möglichkeit für Rückfragen. Dabei stellten zahlreiche Anwensende Rückfragen zu Fragen, die die Planungen des zuzkünftigen Wohngebietes „Blankenburger Süden“ betrafen. Die Verwaltung und Planer stellten jedoch wiederholt klar, dass es an diesem Abend nur um die Straßenbahntangende gehen werde und die geplante Wohnbebauung des Blankenburger Südens sowie die Straßenbahnanbindung mit der M2 nicht Gegenstand dieses Abends sein könnten und sollten.

In der Fragerunde verwies Herr Schäfer auf die Schwierigkeiten der engen Verkehrsräume insbesondere in Heinersdorf. Man strebe aber durch das Projekt eine Verlagerungswirkung hin zum ÖPNV weg vom PKW-Verkehr an, antwortete Frau Seinmeyer auf eine Anfrage. Verläufiger Bewertungsstand der unterschiedlichen Varianten sei, dass die Varianten 1 und 2 nur geringe Chancen zur Verwirklichung haben, während die Varianten 3 bis 5 derzeit in der engeren Wahl seien. (Details zu den Varianten findet Ihr auf Seite 35 der Powerpoint)

Anschließend wurden die Anwesenden gebeten sich auf fünf sog. Dialoginseln aufzuteilen. Hier waren jeweils zwei Expert_innen anwesend, die die Detailplanung eines Planungsabschnitts erläuterten, auf Nachfragen versuchten zu antworten und Anregungen der Anwesenden sammelten. Alle Anregungen und Kritik wurden aufgenommen und auf Karten geschrieben und an Moderationstafeln gepinnt. Insgesamt wurden drei Runden an den Dialoginseln durchgeführt, so dass jede_r Anwesende die Möglichkeit hatte zu drei verschiedenen Abschnitten zu gehen.

Am Ende dieser drei Runden war die Zahl der Anwesenden stark geschrumpft und es gab noch eine Abschlussrunde in der zentrale Ergebnisse aus den Dialoginseln vorgestellt wurden. Die Planer versicherten, dass alle gesammelten Informationen in den weiteren Planungsprozess einfließen werden.

Zum Ende wurde darauf verwiesen, dass weitere Informationen auf der Internetseite der Senatsverwaltung abrufbar sein sollen und noch bis zum 21. November auch schriftlich weiteren Anregungen online (https://mein.berlin.de/projects/strassenbahntangente-pankow/) auf der Beteiligungsplattform des Landes Berlin und auch postalisch an die

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, IV A 2-7, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin gerichtet werden können.

Wir werden die Entwicklungen der Planungen weiter verfolgen und Euch auf dem aktuellen Stand halten und uns weiter in den Planungsprozess einmischen – macht mit…