Quiche-Rezept (klimafreundlich)

Arbeitsschritte der Zubereitung
1 Mürbeteig: (zügig und möglichst kalt arbeiten)
2 Margarine, Mehl und salz grob vermengen
3 schrittweise kaltes Wasser hinzufügen, bis ein Mürbeteig entsteht
4 Den vorbereiteten Teig kalt stellen
5 Die Quicheform einfetten
6 und mit Semmelbröseln ausstreuen
7 Für die Creme einfach Hafersahne, Hefeflocken, Stärke, Curry, Salz, Pfeffer zu einer homogenen Creme verrühren, optional andere Gewürze, oder getrocknete Tomaten (Umami) dazu
8 Das Gemüse (Lauch, Möhren) waschen
9 Den Lauch sehr gut waschen, der Länge nach halbieren und  in ca. 0,3 cm dicke (Halb)Scheiben schneiden
10 Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel (Brunoise) schneiden.
11 Die gewaschenen Möhren mit einer Reibe fein raspeln.(oder dünne Scheiben schneiden) . Sämtliches Gemüse würzen (auch Curry, eventuell noch Kräuter, natürlich Salz und Pfeffer), und etwas durchziehen lassen
12 Backofen vorheizen (200°C)
13 Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen ( ca. 0,5 cm dick) und in die Form drücken und mit einer Gabel einstechen – und kurz vorbacken
14  Das Gemüse darauf verteilen und mit der Creme übergießen – darauf achten, dass das Gemüse bedeckt ist.
15 Die Quiche ca. eine halbe Stunde backen und vor dem Servieren in der Form etwas abkühlen lassen

 

Zutatenliste
Gramm, kg oder Liter 10 Portionen
Zahl Einheit
Weizenmehl 0,25 kg
Magarine 0,129 kg
Wasser 0,05 L
Salz 4 g
Semmelbrösel 0,03 kg
Champignons (o.ä.)* 0,2 kg
Lauch 0,4 kg
Möhren 0,4 kg
Zwiebeln 0,1 kg
Hafersahne 0,5 L
Hefeflocken 0,06 kg
Kartoffelstärke 0,06 kg
Curry 0,01 kg
Pfeffer 3 g

Grüner Cous-Cous (klimafreundlich)

Arbeitsschritte der Zubereitung
1. Gemüse waschen und putzen – aus den Schalen eine Brühe ansetzen oder auf den Kompost
2. Couscous würzen (eventuell auch etwas Gemüsebrühe in Pulverform) und  mit kochendem Wasser aufgießen und 15 min quellen lassen (Verhältnis 1:2)
3. Sellerie und Gurke in gleich große Würfel (sehr fein – wir nennen es Brunoise – 3mm Kantenlänge) schneiden
4. PESTO: – zum würzen des Couscous:Rucola, Basilikum, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Rapsöl, Salz&Pfeffer und Spinat in ein Gefäß geben und fein mixen/stoßen *
5. Alle Zutaten miteinander vermengen und lauwarm oder kalt am nächsten Tag servieren
6. Äpfel und Lauchzwiebeln klein schneiden und als Garnitur verwenden
Äpfel optional auch IN das Couscous – noch mehr Frische
* im OSZ haben wir Blender oder sehr leistungsstarke Pürierstäbe.
Trotz alledem MÜSSEN alle Blätter mit einem scharfen Messer vorher fein klein geschnitten werden

 

Zutaten für 10
Portionen
Zahl Einheit
(Baby)Blattspinat 100 g
Lauchzwiebeln 50 g
Sellerie Knolle* 200 g
Gurke 100 g
Knoblauch 4 g
Apfel 100 g
Cous-Cous, sehr fein 300 g
Basilikum 50 g
Bohnenkraut 5 g
Rucola 100 g
Sonnenblumenkerne 75 g
Rapsöl 50 ml

Komponiert von den Schüler*innen der Klasse 383B der Brillat-Savarin-Schule unter der Leitung von Annette Voigt.

OSZ-Schüler*innen entwickeln Klimagerichte für Frieda’s Glück

OSZ-Schüler*innen entwickeln Klimagerichte für Frieda’s Glück

Nach Wochen intensiver Entwicklungs- und Konzeptionierungsarbeit war es am 5. April 2019 endlich so weit: Die Koch-Schüler*innen und Schüler der Brillat-Savarin-Schule stellten gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Annette Voigt erstmal die klimafreundlichen Gerichte für das Café/Bistro „Frieda’s Glück“ in der Bizetstraße, Ecke Lindenallee vor.

Anwesende Gäste sowie die Presse waren eingeladen, ein Stück vom Klima-Quiche, einen frischen Gemüse-Couscous-Salat oder ein paar Energiebällchen zu probieren – alles vegan und möglichst regional, da diese Art der Ernährung nicht nur gesund, sondern auch die klimafreundlichste ist.

Die letzten Vorbereitungen zur Präsentation 🙂

Die Schüler*innen überreichten dem Personal zudem die genauen Kochinstruktionen sowie alle ökonomischen Kalkulationen zu den Gerichten und hoffen nun, dass Ihre Anregungen Eingang in den Speiseplan des Café-Bistros finden.

Vielen Dank an Annette Voigt und Ihre Klasse für diese tolle Prima-Klima-Aktion!

 

Hier findet Ihr die Rezepte der Gerichte:

 

Und hier der „große Plan“, wie es dazu kam…

 

 

 

 

 

Und auch die örtliche Presse berichtete über die Aktion.

Bericht von „Achtung Baustelle! Berliner ALLEe“ am 27.2. im Frei-Zeit-Haus

Bericht von „Achtung Baustelle! Berliner ALLEe“ am 27.2. im Frei-Zeit-Haus

Am 27. Februar hatten die Initiativen Aber hallo, Weißensee! und KiezGestalten, das Frei-Zeit-Haus und das Projekt Prima Klima in Weißensee zu einem Informations- und Vernetzungstreffen eingeladen. Ziel der Initiativen ist es gemeinsam mit engagierten Menschen aus der Nachbarschaft und allen an einer Verkehrswende Interessierten einen Aktionstag für eine menschenfreundliche Verkehrs- und Stadtplanungspolitik in Weißensee zu planen, der am 15. Juni 2019 auf der Berliner Allee stattfinden soll.

Anders als bei den regulären Vernetzungstreffen, bei denen es ums konkrete Ideen sammeln und Planen geht, stand an diesem Abend die Information im Vordergrund. Wir informierten über die aktuelle Situation auf der Berliner Allee, die geplanten Straßenbauvorhaben und ihre Konsequenzen sowie bisherige Bemühungen die Allee menschenfreundlicher, sicherer und ökologisch verträglicher zu machen.

Aktuell ist die Berliner Allee eine Tag und nach dröhnende und stinkende Kfz-Verkehrsader, die von Radfahrer*innen wie Fußgänger*innen sicherheitshalber gemieden wird und nur an wenigen Stellen sicher überquert werden kann. Unsere „Vision ist es, die Allee zu einer Lebensader für Weißensee zu machen“, betonte Christiane von Aber hallo, Weißensee! zur Einleitung.

Die Bürgerinitiative KiezGestalten ist schon seit fast zehn Jahren an diesem Thema dran, erfahren wir vom BI-Mitbegründer Jens Herrmann. Die BI hat sich bereits in den vergangenen Jahren engagiert, um gegen das Problem der massiven Lärmbelastung durch Kfz auf der Berliner Allee vorzugehen und ein Tempolimit auf 30km/h zu erreichen, das Verkehrslärm und die Schadstoffbelastung mindern und die Berliner Allee zudem sicherer machen würde.

Die sehr hohe Lärm- und Schadstoffbelastung sind allerdings nicht die einzigen Mängel der Berliner Allee. Auch im Bereich ÖPNV ist sie keineswegs menschenfreundlich gestaltet, z.B. erschweren umständliche Zu- und Umsteigewege, häufiger Tram-Stau, ungünstig platzierte Haltestellen, fehlenden oder unzureichende Fußgänger*innenüberwege und Mängel im Bereich der Barrierefreiheit die ÖPNV-Nutzung.

Besonders für Fahrradfahrer*innen ist es kaum möglich die Berliner Allee sicher zu befahren, denn Radwege fehlen komplett und durch die engen Fahrbahnen ist die Verkehrssituation auf der Allee für sie besonders unsicher.

Verschiedene Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung wurden von der BI bereits erwirkt, doch die auf Pankower Bezirksebene beschlossenen Querungen und ein Tempo 30–Limit sind vom Senat und der ihm unterstellten Verkehrslenkung (VLB) abgelehnt oder einfach nicht umgesetzt worden. Nun sind vom Senat Mittel für eine grundhafte Instandsetzung der nördlichen Berliner Allee von 2018-2022 eingeplant.

Weitere interessante Hintergrundinformationen zum Problem der Lärmbelastung und den geplanten Straßenbauvorhaben, die sich noch zusätzlich negativ auf die Situation auf der Berliner Allee auswirken werden, erläuterte Gudrun Holtz, Verkehrsingenieurin, die im Arbeitskreis Mobilität des BUND sowie bei Kiez Gestaltenaktiv ist.
So erfahren wir, dass der Verkehrslärm sowohl durch das Motorengeräusch sowie durch das Rollgeräusch der Reifen entsteht und die Lautstärke von der Fahrgeschwindigkeit abhängig ist. Daher wäre ein Tempolimit eine wirksame Strategie, um gegen die gesundheitsschädliche Lärmbelastung vorzugehen und würde eine deutlich hörbare Verbesserung erzielen.
Zudem erläuterte Gudrun Holtz mehrere geplanten Straßenbau- und Bauvorhaben: eine Verbindungsstraße zwischen Karow und der B2 (Berliner Allee), die nach Senatsschätzungen ca. 6400 weitere Kfz auf die Berliner Allee südlich von Malchow leiten würde und die bis 2030 geplanten Ortsumfahrung Malchow, die nach Senats-Prognosen zu einem Anstieg des Verkehrs von derzeit rund 30.000 auf dann 44.000 Kfz am Weißen See führen wird.

Aber könnten nicht Neubauten den Verkehr durch schnellere und effizientere Systeme verringern? Genau das Gegenteil ist der Fall, zeigte Gudrun Holtz!
Denn das statistische Reisezeitbudget eines Menschen beträgt durchschnittlich ca. 1-1,5 Stunden täglich und ist eine der stabilsten Mobilitätskenngrößen und global und im zeitlichen Verlauf konstant. Das heißt für uns: werden Umwege verringert und schnellere Straßen gebaut, werden auch längere Strecken gefahren und die eingesparte Zeit wird nicht für Aktivitäten außerhalb des Verkehrs genutzt. Straßenbau verringert also Umwege und erzeugt dadurch Verkehr.

Bleibt die Frage, wie der Verkehr auf der Berliner Allee am Menschen- und Klimafreundlichsten gestaltet werden kann? Die bereits vorhandene Straßenbahn ist neben einem starken Fahrradnetz hierfür der wichtigste Baustein. Ihre weitere Attraktivierung der weitere Ausbau sind erste Wahl. Die Straßenbahn muss dabei auch auf anderen Linien ausgebaut werden. Aber wäre nicht eine U-Bahn viel besser? Manchmal ja, aber sie wäre auch 24mal so teuer und ihr Bau würde 8,5 mal so lange dauern, zeigt ein Vergleich bisheriger Bauprojekte in Berlin, erklärte Holtz. Diese Zeit und dieses Geld haben wir nicht.

Nachdem wir nun erfahren haben, welche Mängel und Probleme auf der Berliner Allee bestehen und was durch die Neubaupläne zusätzlich auf uns zu kommen könnte, wird es Zeit für die Verkehrswende aktiv zu werden!

Am Dienstag 5. März um 19:00 Uhr findet das nächste Vernetzungstreffen im Frei-Zeit-Haus statt. Wir freuen uns gemeinsam mit allen Interessierten unseren Aktionstag mit einem bunten Treiben aus Anwohner*innen, Freizeiteinrichtungen, Schüler*innen-Aktivitäten, anliegenden Geschäftsleuten, Fahrraddemos, Begrünungsaktionen, Straßenaktivitäten und vielem mehr zu planen.

All Interessierten sind eingeladen sich auf der Mailingsliste der Initiative einzutragen. (Sarah)

Hier die Powerpoints der Inputs vom 27.2.:

Open Space: Grüne Woche? Von wegen!

Open Space: Grüne Woche? Von wegen!

Am Wochenende (12.- 13. Januar 2019) führte solar e.V. einen Open Space für Prima Klima in Weißensee durch, um zu diskutieren und auch kreative Ideen zu entwickeln, was getan werden kann, um unseren Protest gegen die Internationale Grüne Woche zu zeigen. Alljährlich findet die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Rund 400.000 Menschen besuchen die Ausstellung für Lebensmittel, Landwirtschaft und Gartenbauprodukte von Unternehmen aus der ganzen Welt.

Am Wochenende (12.- 13. Januar 2019) führte solar e.V. einen Open Space für Prima Klima in Weißensee durch, um zu diskutieren und auch kreative Ideen zu entwickeln, was getan werden kann, um unseren Protest gegen die Internationale Grüne Woche zu zeigen. Alljährlich findet die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Rund 400.000 Menschen besuchen die Ausstellung für Lebensmittel, Landwirtschaft und Gartenbauprodukte von Unternehmen aus der ganzen Welt.

Am Samstag haben wir mit kleinen Aktivitäten zum Kennenlernen begonnen. Es folgte eine Einführung zum Thema Ernährung, Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf den Klimawandel. Die Entwicklung des Open Space begann, mit einer Sammlung von Fragen und Themen, die für die IGW relevant sind, dann konnten alle Teilnehmer sich für ein Thema entscheiden und in einer Kleingruppe darüber austauschen. Einige der Themen waren z.B. „Greenwashing“, „Massentierhaltung“, „Deutsches Fleisch in alle Welt“. Auch der eingeladenen Aktiontrainer stellte sich vor, gab Anregungen für Aktionsformen und kreative Prozesse und bot seine Hilfe an. Nach dem Mittagessen bis zum Ende des Tages wurden von den Teilnehmern in mehreren Runden viele Handlungsideen zu den zuvor besprochenen Themen eingebracht. Dabei war der Wechsel zwischen den Arbeitsgruppen jederzeit möglich. Zudem gab es einen Raum mit Material und kleinem Buffett, um Pause zu machen, sich mit anderen dort zu vernetzen oder Kontakt mit dem Aktionstrainer aufzunehmen.

Am Sonntag stand die konkrete Aktionsplanung im Vordergrund und wir haben uns darauf konzentriert, Handlungsideen zu entwickeln und konkretisieren. Aus einer Vielzahl möglicher Handlungsvorschläge wurden dann in kleinen Gruppen etwa vier Ideen entwickelt. In allen Gruppen wurde – unter reger Konsultation des Aktionstrainers – ein Plan aufgestellt und es wurden einige organisatorische Aspekte diskutiert. Nach dem Mittagessen wurde jede Idee der gesamten Gruppe vorgestellt, mit dem Ziel, ein Feedback, Vorschläge und Empfehlungen zu geben. So endete der Open Space mit viele gemeinsamen Ideen, einem tieferem Wissen über einige wichtige Themen und mit der Begeisterung, einige Aktionsideen umzusetzen.

Besonders spannend empfanden viele Teilnehmende die Anwesenheit des Aktionstrainers Jörg, der eine Vielzahl von Erfahrungen aus kreativen politischen Aktionen, Demonstrationen und Direct-Aktion-Interventionen in ganz Deutschland einbrachte; er half der Gruppe, mehr über Aktionsplanung und –Entwicklung zu erfahren, zu motivieren und zu verstehen.

Unter dem Motto „Klimawandel ahoi!“ bereite eine Aktionsgruppe eine kreative Intervention der Firma „Gaier“ vor. Am 27. Februar war es dann so weit und die Aktivist*innen trafen sich ausstaffiert mit Kitteln, einem Bauchladen und lustig-informativen Flyern am S-Bahn-Hof der Messe, um in den Zügen der S-Bahn die neuesten Produkte von „Gaier“ in Zeiten des Klimawandels anzupreisen. Darf es eine Packung „Schweißegal-Zäpfchen“ sein, oder doch lieber die „Happy Hormons“, die „druch ihre speziell auf die Hormon- und Antibiotikakonzentration im Happy Meal Burger abgestimmte Wirkstoffkombination“ mittels „kleiner Helferlein in Sekundenschnelle die beim Genuss des Happy Meals aufgenommenen Hormone, Antikiotika und Pestizidrückstände“ absorbieren. Oder soll es doch besser die „Cool Down Cream“ sein, die verspricht nur noch die positiven Seiten der Rekordsommer genießen zu können. Das Hitzeempfinden bleibt dank „Cool Down Cream“ immer im angenehmen Bereich.

Workshop-Beschreibung „Mit Messer und Gabel das Klima retten!“

ACHTUNG: Wir bitten (Schul-) externe Gäste 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn bei unserer Anmeldung am Schuleingang zu sein und sich dort anzumelden!

Workshop-Themen am Mittwoch 13. März 2019

Cäse ohne Milch – Umweltfreundlich und gesund kochen!
8:30 bis 9:30 Uhr mit Beba Baxter

Beba Becker bereitetet vegane, überwiegend roh-vegane Gerichte zu. Sie berät, gibt Rezepte weiter und bietet in kleinem Rahmen auch Catering an. Ihre Philosophie: Gesunde, umweltfreundliche, oft auch vegane oder Rohkost Gerichte, die einfach nachgekocht werden könnte. Bevorzugt aus regionalen Zutaten und möglichst ohne umweltschädigende Verpackungen. Sie so unsere klimaneutrale Küche der Zukunft aus?

Gastro mit Gerettetem

08:30 bis 09:30 mit The Real Junkfood Project

„Feed bellies, not bins“ – Fülle Mägen, keine Mülleimer, ist das Motto von The Real Junk Food Project, einem globalen Netzwerk von Essensretter-Projekten mit einem „Pay as you feel“-Konzept, die das Ziel haben die Lebensmittel­verschwendung zu reduzieren. 2015 ist das Real Junkfood Project auch in Berlin angekommen. Neben offenen Büffets auf Spendenbasis, Koch-Workshops zur Resteverwertung kochen die Aktivist*innen des Projekts im Rahmen eines Catering-Service und für Events leckere Gerichte aus Lebensmitteln, die sonst in der Mülltonne gelandet werden.

Ein langfristiges Ziel der Aktivist*innen ist es ein Café/Restaurant zu eröffnen, das auch auf dem „Pay as you feel“-Konzept basiert und Gerichte aus gerettetem Essen serviert, wie es sie in Großbritannien schon in zahlreichen Städten gibt.

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten
8:30 bis 9:30 Uhr mit Restlos glücklich e.V.

Die Aktivist*innen von Restlos glücklich kochen mit überschüssigen Lebensmitteln und geben diesen eine zweite Chance. Ob krummes Gemüse, falsch etikettierte Ware oder Fehllieferungen, in Workshops, Bildungsprojekten und bei Events werden sie alle verarbeitet. Wie und warum kam es zu diesem ungewöhnlichen Projekt? Was hat das mit dem Klimaschutz zu tun?

Biovegane und solidarische Landwirtschaft
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit Plantage farm

Wer kennt heutzutage noch eine*n Bauer*in? Mit dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft soll sich das ändern! Wie geht das? Die Macher*innen des Brandenburger Landwirtschaftprojekts Plantage Farm erklären uns das Prinzip und zeigen uns warum biovegane Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz ist.

Solidarisch, kollektiv und abseits des Mainstreams
10:20 bis 11:20 Uhr mit Schnittstelle

Schnittstelle ist ein Vertriebskollektiv. Die von ihnen vertriebenen Lebensmittel werden bio, möglichst regional, auf jeden Fall aber jenseits des agrarischen Mainstreams produziert: von Kollektiven, Genossenschaften oder auch KleinstproduzentInnen, die die Vorstellungen von einer anderen, solidarökonomischen Landwirtschaft teilen.

Tofu regional, kollektiv und in Handarbeit
10:20 bis 11:20 Uhr mit Soy Rebels

In den vergangen Jahren haben sich in Berlin einige Gewerbebetriebe als Kollektive organisiert. Arbeiten ohne Chef ist ihre Devise. Die Soy Rebels vom Ostkreuz berichten uns aus ihrer Praxis und warum sie sich ausgerechnet der Tofu-Herstellung gewidmet haben? Warum sollten Gastronom*innen und Konsument*innen zum Manufaktur-Tofu der Rebellen greifen? Und was trägt diese Wahl zum Klimaschutz bei?

Kleinbäuerlicher Widerstand und solidarische Konsument*innen
10:20 bis 11:20 Uhr mit La Via Campesina/AbL

Kleinbäuer*innen stehen weltweit unter Druck. Die industrialisierte Landwirtschaft, Bodenspekulation und Agararpolitiken zu Gunsten von Großgrundbesitzern und Industrie haben ein weltweites Höfesterben zur Folge. Doch Kleinbäuer*innen sind weltweit immer noch das Rückgrat unserer Ernährung. Dem Modell industrieller Agrar- und Agrochemiekonzerne widersetzen sie sich mit einer auf Nachhaltigkeit und Solidarität zielenden Wirtschaftsweise. Eine Bäuerin aus einem Hofkollektiv in Brandenburg erklärt uns, was die kleinbäuerliche Landwirtschaft zum Klimaschutz und zur Ernährungssouveränität beitragen kann und warum wir als Konsumt*innen den Versprechungen der Konzerne skeptisch begegnen sollten ?

 

 

 

Workshop-Themen am Mittwoch 20. Februar 2019

 

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen
8:30 bis 9:30 Uhr mit Foodsharing

Mehr als ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion landet weltweit auf dem Müll. Die Initiative Foodsharing hat ein bundesweites, stetig wachsendes Netzwerk aufgebaut, dass genießbare Lebensmittel vor der Vernichtung rettet – für alle! Wie entstand Foodsharing und wie funktioniert es? Warum ist Foodsharing ein praktischer Ansatz für den Klimaschutz und welche sozialen Vorteile bietet das Konzept?

 

Partnerschaftlich und klimagerecht handeln
8:30 bis 9:30 Uhr mit Ethiquable

Fairer Handel hat sich inzwischen auch in den Regalen der Discounter-Ketten etabliert. Doch was steht hinter dem Konzept fairen Handels und welche Unterschiede gibt es? Wir haben Experten der Handelsorganisation Ethiquable eingeladen, ihre Arbeitsweisen, Grundsätze und Bemühungen für den Klimaschutz darzustellen. Was bedeutet der Klimawandel für die Produzent*innen im globalen Süden und wie kann der faire Handel helfen? Am Beispiel der kooperative Norandino (Peru) zeigt dieser Workshop praktische Schritte für mehr Klimagerechtigkeit.

 

Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit den Weltacker-Aktivist*innen

Wie ernähren wir uns morgen? Es ist eine Frage der Fläche: 2000 m² bekommt jeder Mensch, wenn wir die globalen Ackerflächen gleichmäßig aufteilen. Mit dem 2000 m² Weltacker vermitteln wir ein Gefühl für die eigene Rolle in der globalen Landwirtschaft.

Wir führen globale Herausforderungen auf ein menschliches Maß zurück. Denn zu „meinen“ 2000 m² kann ich eine Beziehung aufbauen und dafür Verantwortung übernehmen. Im Workshop schauen wir uns den Flächenbedarf verschiedener Gerichte an und erfahren welchen Anteil tierische und pflanzliche Zutaten haben.

 

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit Restlos glücklich e.V.

Die Aktivist*innen von Restlos glücklich kochen mit überschüssigen Lebensmitteln und geben diesen eine zweite Chance. Ob krummes Gemüse, falsch etikettierte Ware oder Fehllieferungen, in Workshops, Bildungsprojekten und bei Events werden sie alle verarbeitet. Wie und warum kam es zu diesem ungewöhnlichen Projekt? Was hat das mit dem Klimaschutz zu tun?

 

Biovegane und solidarische Landwirtschaft
10:20 bis 11:20 Uhr mit Plantage farm

Der Workshop wird am 13.3. nachgeholt.

Wer kennt heutzutage noch eine*n Bauer*in? Mit dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft soll sich das ändern! Wie geht das? Die Macher*innen des Brandenburger Landwirtschaftprojekts Plantage Farm erklären uns das Prinzip und zeigen uns warum bio-vegane Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz ist.

 

Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
10:20 bis 11:20 Uhr mit Saucenfritz

Die Weißenseeer Manufaktur Saucenfritz stellt qualitativ hochwertige Bio-Saucen, Dips und Dressings in Handarbeit her. Was Saucen-Fritz gegenüber den Großproduzenten der Lebensmittelindustrie auszeichnet, wie es zu „Saucenfritz“ kam und nach welchen ökologischen und sozialen Grundsätzen er arbeitet, wird Herr Fritz uns direkt berichten.

 

Kostenlose Ausleihe eines fLotte-Lastenrads nun auch in Weißensee

Paulin, das Lastenrad des Seminarhauses tagungswerk, hat seit diesem Mittwoch ein neues Zuhause!

 

Paulin wohnt nun im Wachstuchladen Kevkus in der Berliner Allee 200-204 und kann von dort ab Anfang Februar kostenlos an Nachbar*innen, Fahrradbegeisterte und an alle, die das Auto endlich mal stehen lassen wollen, verliehen werden.

Das haben wir gemeinsam mit dem fLotte Team, dem ehrenamtlichen Paten von Paulin und dem Inhaber von Kevkus am 30.01. mit einem Stück Kuchen im Wachstuchladen gefeiert.

Organisert wird der Verleih über das Verleihsystem fLotte, einer Initiative des ADFC Berlin, die seit März 2018 den kostenlosen Verleih von fast 40 Lastenrädern in verschiedenen Bezirken ermöglicht.

Mit Paulin können größere Einkäufe und Transporte jetzt auch in Weißensee problemlos ohne Auto erledigt werden. Denn das dreirädrige Bakfiets Troy verfügt über einen Elektroantrieb und eine Kiste, die mit rund 100kg beladen werden kann und Platz für vier Kleinkinder bietet. Bei schlechtem Wetter kann auch ein Regendach übergezogen werden.

Der Lastenrad-Verleih ist das Ergebnis eines Werkstatt-Tages des Projekts Prima Klima in Weißensee, an dem der Lastenrad-Verleih gemeinsam geplant worden ist.

Möglich ist die Ausleihe jeden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr. Eine Reservierung muss zuvor über die Internetseite flotte-berlin.de erfolgen.

Weitere Infos:

Über fLotte

Paulin in der fLotte

Zum Standort

 

Bericht vom Werkstatt-Tag „Mobilität“

Bei unserem Werkstatt-Tag am 3. November diesen Jahres haben wir uns über Ideen ökologische Formen der Mobilität ausgetauscht. Interessant war die Anzahl der Alternativen, die es in Deutschland gibt, um Autos zu ersetzen.

Besondere Aufmerksamkeit fand dabei die Möglichkeit, das vor Kurzem erworbene Lastenfahrrad des tagungswerks zu verleihen. Mit dem Lastenrad ist es möglich auch größere Einkäufe zu erledigen, sehr schwere Gegenstände oder kleine Kinder ohne viel Aufwand zu transportieren und sich dabei ökologisch freundlich fortzubewegen. Beim Werkstatt-Tag wurden zunächst Ideen gesammelt und dann ein Plan entwickelt wie die Vermietung und Nutzung dieses Fahrrads umgesetzt werden kann. Dabei wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verleihmöglichkeiten und möglichen Standorte diskutiert sowie über die Öffentlichkeitsarbeit gesprochen, die die Gruppe nutzen kann, um unsere Idee bekannt zu machen.

Die Moderation des Workshops ermöglichte es, die meisten wichtigen Punkte bei der Entwicklung des Plans abzudecken. Es war auch interessant, die Erfahrung einer Person zu hören, die in dem Projekt fLotte mitwirkt, das den Verleih von Lastenrädern organisiert. Dies machte es möglich, Zweifel auszuräumen, besser zu verstehen, wie das Verleihsystem funktioniert, und in der Lage zu sein, den von uns entwickelten Plan konkret umzusetzen. 
Es war ein sehr fruchtbarer und erfolgreicher Tag, an dem wir einen Plan aufstellen konnten, um die Nutzung umweltfreundliche Verkehrsmittel zu in der Nachbarschaft zu erleichtern.

Daniela O.

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Im Mittelpunkt dieses dreistündigen Abendworkshops am 29. Oktober 2018 standen verschiedene, kreative Aktionsformen, mit denen wir uns für eine Verkehrswende hin zu mehr umweltfreundlicher Mobilität, einsetzen können. Es war ein bewegter und motivierender Abend mit Input, Videoclips und viel Raum für Diskussion und Austausch.

Der Ansatz unseres Referenten, des Verkehrswende-Aktivisten Jörg Bergstedt, ist es dabei Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Zudem setzt er nicht auf Kompromisse und kleinschrittige Ziele, sondern auf radikale Forderung – kein Tempolimit, sondern lieber gleich eine autofreie Stadt – nur so könne eine echte Veränderung bewirkt werden!

Wir erfahren von aktuellen Ansäzen einen kostenlosen ÖPNV in verschiedenen Orten, u.a. auch der Stadt Tallin, umzusetzen und warum dieses Modell keineswegs abwegig und absurd ist, sondern nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz beiträgt, sondern sich, wenn die realen Kosten des Straßenverkehrs einbezogen werden, sogar wirtschaftlich auszahlen kann.

Doch bis diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, bleibt nur kreativer Protest – beispielsweise durch „Aktionsschwarzfahren“: wer das Strafrecht gut kennt, kann kreativ damit umgehen und Lücken nuzen um Aufmerksamkeit zu generieren.

Mit einem Hinweisschild und Flyern darauf aufmerksam zu machen, ohne Ticket unterwegs zu sein, ist nicht nur ein deutliches Statement, sondern schützt auch vor einer Gefängnisstrafe. Denn noch immer werden in Deutschland jedes Jahr viele tausend Menschen für das Fahren ohne Ticket inhaftiert – eine vollkommen unangemessene Strafe, die zudem noch viele gesellschaftliche Folgekosten mit sich bringt. Für wen das dennoch zu riskant und konfliktgeladen ist, bleibt noch die Möglichkeit das eigene Ticket zu teilen, ein noch gültiges Ticket nach Ende der Fahrt weiterzuverschneken und sich mit schwarzfahrenden Menschen solidarisch zu erklären.

Zudem lernen wir eine Aktionsform kennen, die in besonderer Form die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken kann: die Kommunikationsguerilla. So wurde Anfang des Jahres in Gießen flächendeckend ein Flyer verteilt, in dem u.a. im Namen der Oberbürgermeisterin dazu eingeladen wurde, den ÖPNV in Gießen für 9 Tage kostenlos zu testen. Die Aktion erregte nicht nur Aufsehen, sondern setzte auch eine, sogar überregional geführte Debatte über den Nulltarif in Gang.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Möglichkeiten für Fußgänger*innen und Radhahrer*innen die Straßen wenigstens für begrenzte Zeit zurückzuerobern, z.B. mit Fahrraddemos oder einem Gehzeug, einem Holzrahmen in Größe eines Autos, mit dem sich Fußgänger*innen gleichberechtigt zu Autofahrer*innen über die Straßen bewegen und so den Verkehr ordentlich durcheinander bringen können.

Der Abend hat uns gezeigt, die Möglichkeiten sich für eine Verkehrswende einzusetzen sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf das eigene Mobilitätsverhalten.