Bericht von „Achtung Baustelle! Berliner ALLEe“ am 27.2. im Frei-Zeit-Haus

Bericht von „Achtung Baustelle! Berliner ALLEe“ am 27.2. im Frei-Zeit-Haus

Am 27. Februar hatten die Initiativen Aber hallo, Weißensee! und KiezGestalten, das Frei-Zeit-Haus und das Projekt Prima Klima in Weißensee zu einem Informations- und Vernetzungstreffen eingeladen. Ziel der Initiativen ist es gemeinsam mit engagierten Menschen aus der Nachbarschaft und allen an einer Verkehrswende Interessierten einen Aktionstag für eine menschenfreundliche Verkehrs- und Stadtplanungspolitik in Weißensee zu planen, der am 15. Juni 2019 auf der Berliner Allee stattfinden soll.

Anders als bei den regulären Vernetzungstreffen, bei denen es ums konkrete Ideen sammeln und Planen geht, stand an diesem Abend die Information im Vordergrund. Wir informierten über die aktuelle Situation auf der Berliner Allee, die geplanten Straßenbauvorhaben und ihre Konsequenzen sowie bisherige Bemühungen die Allee menschenfreundlicher, sicherer und ökologisch verträglicher zu machen.

Aktuell ist die Berliner Allee eine Tag und nach dröhnende und stinkende Kfz-Verkehrsader, die von Radfahrer*innen wie Fußgänger*innen sicherheitshalber gemieden wird und nur an wenigen Stellen sicher überquert werden kann. Unsere „Vision ist es, die Allee zu einer Lebensader für Weißensee zu machen“, betonte Christiane von Aber hallo, Weißensee! zur Einleitung.

Die Bürgerinitiative KiezGestalten ist schon seit fast zehn Jahren an diesem Thema dran, erfahren wir vom BI-Mitbegründer Jens Herrmann. Die BI hat sich bereits in den vergangenen Jahren engagiert, um gegen das Problem der massiven Lärmbelastung durch Kfz auf der Berliner Allee vorzugehen und ein Tempolimit auf 30km/h zu erreichen, das Verkehrslärm und die Schadstoffbelastung mindern und die Berliner Allee zudem sicherer machen würde.

Die sehr hohe Lärm- und Schadstoffbelastung sind allerdings nicht die einzigen Mängel der Berliner Allee. Auch im Bereich ÖPNV ist sie keineswegs menschenfreundlich gestaltet, z.B. erschweren umständliche Zu- und Umsteigewege, häufiger Tram-Stau, ungünstig platzierte Haltestellen, fehlenden oder unzureichende Fußgänger*innenüberwege und Mängel im Bereich der Barrierefreiheit die ÖPNV-Nutzung.

Besonders für Fahrradfahrer*innen ist es kaum möglich die Berliner Allee sicher zu befahren, denn Radwege fehlen komplett und durch die engen Fahrbahnen ist die Verkehrssituation auf der Allee für sie besonders unsicher.

Verschiedene Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung wurden von der BI bereits erwirkt, doch die auf Pankower Bezirksebene beschlossenen Querungen und ein Tempo 30–Limit sind vom Senat und der ihm unterstellten Verkehrslenkung (VLB) abgelehnt oder einfach nicht umgesetzt worden. Nun sind vom Senat Mittel für eine grundhafte Instandsetzung der nördlichen Berliner Allee von 2018-2022 eingeplant.

Weitere interessante Hintergrundinformationen zum Problem der Lärmbelastung und den geplanten Straßenbauvorhaben, die sich noch zusätzlich negativ auf die Situation auf der Berliner Allee auswirken werden, erläuterte Gudrun Holtz, Verkehrsingenieurin, die im Arbeitskreis Mobilität des BUND sowie bei Kiez Gestaltenaktiv ist.
So erfahren wir, dass der Verkehrslärm sowohl durch das Motorengeräusch sowie durch das Rollgeräusch der Reifen entsteht und die Lautstärke von der Fahrgeschwindigkeit abhängig ist. Daher wäre ein Tempolimit eine wirksame Strategie, um gegen die gesundheitsschädliche Lärmbelastung vorzugehen und würde eine deutlich hörbare Verbesserung erzielen.
Zudem erläuterte Gudrun Holtz mehrere geplanten Straßenbau- und Bauvorhaben: eine Verbindungsstraße zwischen Karow und der B2 (Berliner Allee), die nach Senatsschätzungen ca. 6400 weitere Kfz auf die Berliner Allee südlich von Malchow leiten würde und die bis 2030 geplanten Ortsumfahrung Malchow, die nach Senats-Prognosen zu einem Anstieg des Verkehrs von derzeit rund 30.000 auf dann 44.000 Kfz am Weißen See führen wird.

Aber könnten nicht Neubauten den Verkehr durch schnellere und effizientere Systeme verringern? Genau das Gegenteil ist der Fall, zeigte Gudrun Holtz!
Denn das statistische Reisezeitbudget eines Menschen beträgt durchschnittlich ca. 1-1,5 Stunden täglich und ist eine der stabilsten Mobilitätskenngrößen und global und im zeitlichen Verlauf konstant. Das heißt für uns: werden Umwege verringert und schnellere Straßen gebaut, werden auch längere Strecken gefahren und die eingesparte Zeit wird nicht für Aktivitäten außerhalb des Verkehrs genutzt. Straßenbau verringert also Umwege und erzeugt dadurch Verkehr.

Bleibt die Frage, wie der Verkehr auf der Berliner Allee am Menschen- und Klimafreundlichsten gestaltet werden kann? Die bereits vorhandene Straßenbahn ist neben einem starken Fahrradnetz hierfür der wichtigste Baustein. Ihre weitere Attraktivierung der weitere Ausbau sind erste Wahl. Die Straßenbahn muss dabei auch auf anderen Linien ausgebaut werden. Aber wäre nicht eine U-Bahn viel besser? Manchmal ja, aber sie wäre auch 24mal so teuer und ihr Bau würde 8,5 mal so lange dauern, zeigt ein Vergleich bisheriger Bauprojekte in Berlin, erklärte Holtz. Diese Zeit und dieses Geld haben wir nicht.

Nachdem wir nun erfahren haben, welche Mängel und Probleme auf der Berliner Allee bestehen und was durch die Neubaupläne zusätzlich auf uns zu kommen könnte, wird es Zeit für die Verkehrswende aktiv zu werden!

Am Dienstag 5. März um 19:00 Uhr findet das nächste Vernetzungstreffen im Frei-Zeit-Haus statt. Wir freuen uns gemeinsam mit allen Interessierten unseren Aktionstag mit einem bunten Treiben aus Anwohner*innen, Freizeiteinrichtungen, Schüler*innen-Aktivitäten, anliegenden Geschäftsleuten, Fahrraddemos, Begrünungsaktionen, Straßenaktivitäten und vielem mehr zu planen.

All Interessierten sind eingeladen sich auf der Mailingsliste der Initiative einzutragen. (Sarah)

Hier die Powerpoints der Inputs vom 27.2.:

Open Space: Grüne Woche? Von wegen!

Open Space: Grüne Woche? Von wegen!

Am Wochenende (12.- 13. Januar 2019) führte solar e.V. einen Open Space für Prima Klima in Weißensee durch, um zu diskutieren und auch kreative Ideen zu entwickeln, was getan werden kann, um unseren Protest gegen die Internationale Grüne Woche zu zeigen. Alljährlich findet die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Rund 400.000 Menschen besuchen die Ausstellung für Lebensmittel, Landwirtschaft und Gartenbauprodukte von Unternehmen aus der ganzen Welt.

Am Wochenende (12.- 13. Januar 2019) führte solar e.V. einen Open Space für Prima Klima in Weißensee durch, um zu diskutieren und auch kreative Ideen zu entwickeln, was getan werden kann, um unseren Protest gegen die Internationale Grüne Woche zu zeigen. Alljährlich findet die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Rund 400.000 Menschen besuchen die Ausstellung für Lebensmittel, Landwirtschaft und Gartenbauprodukte von Unternehmen aus der ganzen Welt.

Am Samstag haben wir mit kleinen Aktivitäten zum Kennenlernen begonnen. Es folgte eine Einführung zum Thema Ernährung, Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf den Klimawandel. Die Entwicklung des Open Space begann, mit einer Sammlung von Fragen und Themen, die für die IGW relevant sind, dann konnten alle Teilnehmer sich für ein Thema entscheiden und in einer Kleingruppe darüber austauschen. Einige der Themen waren z.B. „Greenwashing“, „Massentierhaltung“, „Deutsches Fleisch in alle Welt“. Auch der eingeladenen Aktiontrainer stellte sich vor, gab Anregungen für Aktionsformen und kreative Prozesse und bot seine Hilfe an. Nach dem Mittagessen bis zum Ende des Tages wurden von den Teilnehmern in mehreren Runden viele Handlungsideen zu den zuvor besprochenen Themen eingebracht. Dabei war der Wechsel zwischen den Arbeitsgruppen jederzeit möglich. Zudem gab es einen Raum mit Material und kleinem Buffett, um Pause zu machen, sich mit anderen dort zu vernetzen oder Kontakt mit dem Aktionstrainer aufzunehmen.

Am Sonntag stand die konkrete Aktionsplanung im Vordergrund und wir haben uns darauf konzentriert, Handlungsideen zu entwickeln und konkretisieren. Aus einer Vielzahl möglicher Handlungsvorschläge wurden dann in kleinen Gruppen etwa vier Ideen entwickelt. In allen Gruppen wurde – unter reger Konsultation des Aktionstrainers – ein Plan aufgestellt und es wurden einige organisatorische Aspekte diskutiert. Nach dem Mittagessen wurde jede Idee der gesamten Gruppe vorgestellt, mit dem Ziel, ein Feedback, Vorschläge und Empfehlungen zu geben. So endete der Open Space mit viele gemeinsamen Ideen, einem tieferem Wissen über einige wichtige Themen und mit der Begeisterung, einige Aktionsideen umzusetzen.

Besonders spannend empfanden viele Teilnehmende die Anwesenheit des Aktionstrainers Jörg, der eine Vielzahl von Erfahrungen aus kreativen politischen Aktionen, Demonstrationen und Direct-Aktion-Interventionen in ganz Deutschland einbrachte; er half der Gruppe, mehr über Aktionsplanung und –Entwicklung zu erfahren, zu motivieren und zu verstehen.

Unter dem Motto „Klimawandel ahoi!“ bereite eine Aktionsgruppe eine kreative Intervention der Firma „Gaier“ vor. Am 27. Februar war es dann so weit und die Aktivist*innen trafen sich ausstaffiert mit Kitteln, einem Bauchladen und lustig-informativen Flyern am S-Bahn-Hof der Messe, um in den Zügen der S-Bahn die neuesten Produkte von „Gaier“ in Zeiten des Klimawandels anzupreisen. Darf es eine Packung „Schweißegal-Zäpfchen“ sein, oder doch lieber die „Happy Hormons“, die „druch ihre speziell auf die Hormon- und Antibiotikakonzentration im Happy Meal Burger abgestimmte Wirkstoffkombination“ mittels „kleiner Helferlein in Sekundenschnelle die beim Genuss des Happy Meals aufgenommenen Hormone, Antikiotika und Pestizidrückstände“ absorbieren. Oder soll es doch besser die „Cool Down Cream“ sein, die verspricht nur noch die positiven Seiten der Rekordsommer genießen zu können. Das Hitzeempfinden bleibt dank „Cool Down Cream“ immer im angenehmen Bereich.

Kostenlose Ausleihe eines fLotte-Lastenrads nun auch in Weißensee

Paulin, das Lastenrad des Seminarhauses tagungswerk, hat seit diesem Mittwoch ein neues Zuhause!

 

Paulin wohnt nun im Wachstuchladen Kevkus in der Berliner Allee 200-204 und kann von dort ab Anfang Februar kostenlos an Nachbar*innen, Fahrradbegeisterte und an alle, die das Auto endlich mal stehen lassen wollen, verliehen werden.

Das haben wir gemeinsam mit dem fLotte Team, dem ehrenamtlichen Paten von Paulin und dem Inhaber von Kevkus am 30.01. mit einem Stück Kuchen im Wachstuchladen gefeiert.

Organisert wird der Verleih über das Verleihsystem fLotte, einer Initiative des ADFC Berlin, die seit März 2018 den kostenlosen Verleih von fast 40 Lastenrädern in verschiedenen Bezirken ermöglicht.

Mit Paulin können größere Einkäufe und Transporte jetzt auch in Weißensee problemlos ohne Auto erledigt werden. Denn das dreirädrige Bakfiets Troy verfügt über einen Elektroantrieb und eine Kiste, die mit rund 100kg beladen werden kann und Platz für vier Kleinkinder bietet. Bei schlechtem Wetter kann auch ein Regendach übergezogen werden.

Der Lastenrad-Verleih ist das Ergebnis eines Werkstatt-Tages des Projekts Prima Klima in Weißensee, an dem der Lastenrad-Verleih gemeinsam geplant worden ist.

Möglich ist die Ausleihe jeden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr. Eine Reservierung muss zuvor über die Internetseite flotte-berlin.de erfolgen.

Weitere Infos:

Über fLotte

Paulin in der fLotte

Zum Standort

 

Bericht vom Werkstatt-Tag „Mobilität“

Bei unserem Werkstatt-Tag am 3. November diesen Jahres haben wir uns über Ideen ökologische Formen der Mobilität ausgetauscht. Interessant war die Anzahl der Alternativen, die es in Deutschland gibt, um Autos zu ersetzen.

Besondere Aufmerksamkeit fand dabei die Möglichkeit, das vor Kurzem erworbene Lastenfahrrad des tagungswerks zu verleihen. Mit dem Lastenrad ist es möglich auch größere Einkäufe zu erledigen, sehr schwere Gegenstände oder kleine Kinder ohne viel Aufwand zu transportieren und sich dabei ökologisch freundlich fortzubewegen. Beim Werkstatt-Tag wurden zunächst Ideen gesammelt und dann ein Plan entwickelt wie die Vermietung und Nutzung dieses Fahrrads umgesetzt werden kann. Dabei wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verleihmöglichkeiten und möglichen Standorte diskutiert sowie über die Öffentlichkeitsarbeit gesprochen, die die Gruppe nutzen kann, um unsere Idee bekannt zu machen.

Die Moderation des Workshops ermöglichte es, die meisten wichtigen Punkte bei der Entwicklung des Plans abzudecken. Es war auch interessant, die Erfahrung einer Person zu hören, die in dem Projekt fLotte mitwirkt, das den Verleih von Lastenrädern organisiert. Dies machte es möglich, Zweifel auszuräumen, besser zu verstehen, wie das Verleihsystem funktioniert, und in der Lage zu sein, den von uns entwickelten Plan konkret umzusetzen. 
Es war ein sehr fruchtbarer und erfolgreicher Tag, an dem wir einen Plan aufstellen konnten, um die Nutzung umweltfreundliche Verkehrsmittel zu in der Nachbarschaft zu erleichtern.

Daniela O.

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Im Mittelpunkt dieses dreistündigen Abendworkshops am 29. Oktober 2018 standen verschiedene, kreative Aktionsformen, mit denen wir uns für eine Verkehrswende hin zu mehr umweltfreundlicher Mobilität, einsetzen können. Es war ein bewegter und motivierender Abend mit Input, Videoclips und viel Raum für Diskussion und Austausch.

Der Ansatz unseres Referenten, des Verkehrswende-Aktivisten Jörg Bergstedt, ist es dabei Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Zudem setzt er nicht auf Kompromisse und kleinschrittige Ziele, sondern auf radikale Forderung – kein Tempolimit, sondern lieber gleich eine autofreie Stadt – nur so könne eine echte Veränderung bewirkt werden!

Wir erfahren von aktuellen Ansäzen einen kostenlosen ÖPNV in verschiedenen Orten, u.a. auch der Stadt Tallin, umzusetzen und warum dieses Modell keineswegs abwegig und absurd ist, sondern nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz beiträgt, sondern sich, wenn die realen Kosten des Straßenverkehrs einbezogen werden, sogar wirtschaftlich auszahlen kann.

Doch bis diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, bleibt nur kreativer Protest – beispielsweise durch „Aktionsschwarzfahren“: wer das Strafrecht gut kennt, kann kreativ damit umgehen und Lücken nuzen um Aufmerksamkeit zu generieren.

Mit einem Hinweisschild und Flyern darauf aufmerksam zu machen, ohne Ticket unterwegs zu sein, ist nicht nur ein deutliches Statement, sondern schützt auch vor einer Gefängnisstrafe. Denn noch immer werden in Deutschland jedes Jahr viele tausend Menschen für das Fahren ohne Ticket inhaftiert – eine vollkommen unangemessene Strafe, die zudem noch viele gesellschaftliche Folgekosten mit sich bringt. Für wen das dennoch zu riskant und konfliktgeladen ist, bleibt noch die Möglichkeit das eigene Ticket zu teilen, ein noch gültiges Ticket nach Ende der Fahrt weiterzuverschneken und sich mit schwarzfahrenden Menschen solidarisch zu erklären.

Zudem lernen wir eine Aktionsform kennen, die in besonderer Form die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken kann: die Kommunikationsguerilla. So wurde Anfang des Jahres in Gießen flächendeckend ein Flyer verteilt, in dem u.a. im Namen der Oberbürgermeisterin dazu eingeladen wurde, den ÖPNV in Gießen für 9 Tage kostenlos zu testen. Die Aktion erregte nicht nur Aufsehen, sondern setzte auch eine, sogar überregional geführte Debatte über den Nulltarif in Gang.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Möglichkeiten für Fußgänger*innen und Radhahrer*innen die Straßen wenigstens für begrenzte Zeit zurückzuerobern, z.B. mit Fahrraddemos oder einem Gehzeug, einem Holzrahmen in Größe eines Autos, mit dem sich Fußgänger*innen gleichberechtigt zu Autofahrer*innen über die Straßen bewegen und so den Verkehr ordentlich durcheinander bringen können.

Der Abend hat uns gezeigt, die Möglichkeiten sich für eine Verkehrswende einzusetzen sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf das eigene Mobilitätsverhalten.

Klima ins Theater bringen!

Warum fördert das pupsende Schwein den Klimawandel? Wieso sterben die Bienen? Und wo bleiben die Eisbären, wenn die Arktis schmilzt?

Diese und viele andere Fragen stellen sich die Kinder in unserem Theaterprojekt It’s our future – es ist unsere Zukunft! In Kooperation mit der Tanzwerkstatt no limit in der Buschallee startet ab November 2018 unser Mitmach-Theaterprojekt für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Es werden noch weitere interessierte Kinder gesucht!

Im Mai 2019 soll das Stück fertig sein und wir werden es an verschiedenen Orten in Weißensee aufführen.

Mitmachen könnt Ihr immer:

  • Montags 15:00 – 16:30 Uhr
  • Mittwochs 14:00 – 18:00 Uhr beim offenen Mitmach-Tag

Anmelden könnt Ihr Euch per Email an tanzwerkstatt@gmx.de oder telefonisch unter 030 92 303 91.

Ort:

Tanzwerkstatt No Limit e.V.
Buschallee 87 (rechts am Supermarkt vorbei)
13088 Berlin

Verkehrsverbindung: Tram M4, Sulzfelder Straße.

Das Angebot ist KOSTENLOS.

Klimaschutzausstellung

Die Klimaschutz-Ausstellung ist Teil des Projekts „Prima Klima in Weißensee“. Im Rahmen dessen fanden u.a. Workshops, Kreativprojekte und Klimaschutzberatungen statt. Das Ziel war es, sich mit verschiedenen Aspekten des Klimawandels zu beschäftigen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie wir unseren Alltag und den Stadtteil Weißensee klimafreundlicher gestalten können.
Diese Ausstellung setzt sich auf vielfältige Weise mit dem Klimawandel auseinander – in Form von gemalten Bildern und Texten, die sich gegenseitig ergänzen.

Die gemalten Bilder entstanden im Rahmen mehrerer Malworkshops, die im März 2018 mit Kindern einer 4. Klasse an der Grundschule im Moselviertel und in der Tanz- und Theaterwerkstatt „no limit“ mit Jugendlichen stattfanden. Zudem gab es einige Erwachsene, die auch gemalte Bilder beisteuerten. Die Ausstellung ist somit altersübergreifend, was uns ein besonderes Anliegen war.
Die Texttafeln einige wichtige und alltagsnahe Bereiche – wie Mobilität, Energie, Ernährung – und zeigt, wie sie mit dem Klimawandel zusammenhängen, ergänzt um praktische Tipps für den Klimaschutz in unserem alltäglichen Handeln.

Die Ausstellung wandert in den kommenden Monaten durch verschiedene Ausstellungsorte in Weißensee. Wir freuen uns über Anfragen für weitere Ausstellungsorte.

Ab 20. Februar ist die Ausstellung in der  Brillat-Savarin-Schule in der Buschallee zu besichtigen.

Wir danken an dieser Stelle nochmal allen, die sich so motiviert und kreativ an der Ausstellung beteiligten.


Mit einem Klick auf die Bilder können die Texttafeln im PDF-Format heruntergeladen werden.

Einleitung: Über diese Klimaschutz-Ausstellung

 

Mobilität und Klimaschutz

 

Artensterben und Klimawandel

 

Energie und Klimawandel

 

Ernährung und Klimaschutz

Bericht über die Aktionstage zum Klimaschutz in der Grundschule am Weißensee

mit der Klasse 5b (vom 18.6.-19.6.2018)

     

Zusammenfassung von Tanja Weiße, der Anleiterin der Aktionstage:

Ablauf des 1. Tages (Themenschwerpunkt Grundlagenwissen über Klimawandel)

Am Mo. den 18.6. ging`s um 8:00 mit einer Vorstellungsrunde los, in der sich die SchülerInnen auch darüber austauschten, wieviel sie schon über den Klimawandel wissen und was sie daran generell beunruhigt, bzw. was ihnen Hoffnung gibt.
Mit Hilfe von Bildern, die vorne ans Whiteboard geheftet wurden, habe ich (Tanja W.) dann einige wichtige Aspekte die mit dem Klimawandel zusammenhängen nochmal genauer erklärt.
Dabei ging`s z.B. um den Treibhauseffekt, CO2 Emissionen durch Kohlekraftwerke und Verkehr, fossile Energiequellen und erneuerbare Energieformen.
Die Kids hörten aufmerksam zu und stellen interessierte Nachfragen.
Dann wurde „Scharade“ gespielt, wir haben Begriffe die mit dem Klimawandel zusammen hängen pantomimisch dargestellt und die Anderen mussten sie raten. Unter den Begriffen waren z.B.: Eisbär, Hitze, Sturm, Wassermangel, Flugzeug, Auto, Heizung, Biene, Sonne, Politiker, etc..
Viele Kinder beteiligten sich mit einer großen Spielfreude. Nach einer Hofpause machten wir dann erstmal ein Warmup Spiel (das Klatschspiel Zipp Zapp Boing), um wieder Konzentration und Energie herzustellen.
Anschließend erfolgte ein Quiz, bei dem die Kinder in Kleingruppen per Multiple Choice Prinzip die richtigen Antworten bezüglich vieler Fragen über den Klimawandel beantworten sollten.
Wir beendeten den 1. Workshop-Tag dann mit einer Abschlussrunde, bei der sich die Kids sehr zufrieden über den Ablauf des Tages äußerten.

Ablauf des 2. Tages (Themenschwerpunkt Klimaschutz)

Am Di. den 19.6. starteten wir mit einer Blitzlichtrunde, in der JedeR sagen konnte, wie es ihm/ihr gerade geht.
Wir machten dann ein Brainstorming darüber, was man generell alles für den Klimaschutz tun kann. Es wurden sehr viele Ideen gesammelt und auf ein Poster aufgeschrieben. (Siehe Foto).
Wir unterteilten die Vorschläge dann in Oberbereiche, wie z.B. Energie, Mobilität, Konsum und Ernährung.
Da es speziell bei den Aspekten Ernährung und Konsum mehr Wissensbedarf gab, schauten wir über diese Themen zwei kurze Animationsfilme, die speziell auf Kinder zugeschnitten waren. Danach kam ein lebhaftes Gespräch über Konsumverhalten zustande und darüber, wie viele unserer angeschafften Gegenstände wir überhaupt wirklich brauchen. Da es in einem Film auch um die CO2 Emissionen bei der Herstellung von Smartphones ging, wurde auch intensiv darüber geredet, ob man wirklich immer das allerneueste Modell brauche und es wurde festgestellt, dass es sinnvoll sei, das alte (sofern es noch funktioniert) zu verschenken oder recyceln zu lassen, damit die Rohstoffe weiter verwendet werden können.
Dann gab`s erstmal eine 30 minütige Hofpause. Wir spielten anschließend das „Eisschollen Spiel“, bei dem jedes Kind einen Eisbären verkörpert. Papierblätter dienen als Eisschollen und das Ziel ist, in Kooperation miteinander (ohne mit den Füßen den Boden zu berühren) über die Papierstücke zur anderen Raumseite (dem sicheren Festland) zu gelangen.
Wir haben uns danach intensiv damit beschäftigt, was in der Schule bereits für Klimaschutz getan wird (u.a. in den Bereichen Schulessen, Energieverbrauch in der Schule, Materialverbrauch, Gestaltung des Schulgartens.). Zudem wurden Vorschläge gesammelt, was sich zukünftig verbessern ließe.
Am Ende des 2. Aktionstages machten wir dann wieder eine Abschlussrunde, in der die Kids auch äußerten, was sie (neben den Veränderungen in der Schule) zukünftig für mehr Klimaschutz in ihrem eigenen Alltag tun wollen. Als Hauptbereiche wurden hierbei genannt: Noch mehr darauf zu achten, Licht und Heizung beim Verlassen des Zimmers auszuschalten; weniger Fleisch zu essen; mehr in Bioläden einzukaufen; insgesamt weniger zu konsumieren; nicht so viel Essen wegzuwerfen und mehr auf Mülltrennung zu achten.
Es war toll, wie freudig und motiviert sich die Klasse an den Aktionstagen beteiligte, neben dem ernsten Thema hatten wir also auch viel Spaß miteinander.

Ohne Energie(wende) geht`s nicht – Bericht vom Klimaschutzworkshop

Am 9.6.2018 von 10:00-16:00 fand der Klimaschutz-Workshop „Ohne Energie (wende) geht`s nicht“ statt.

Bericht einer Teilnehmerin:

„Anfangs machten wir eine Vorstellungsrunde und es stellte sich bei den meisten von uns raus, dass nur wenig Vorwissen über das Energie-Thema vorhanden war.
Es war daher super, dass ein Energie-Experte von der Verbraucherzentrale als Referent eingeladen war. Dadurch erhielten wir fundierte Informationen über die Gefahr fossiler Energiequellen, wie z.B. Braunkohle und eine gute Einschätzung über den aktuellen (etw. ernüchternden) Stand der angestrebten Energiewende.
Nach diesem Input führte die Workshop-Leiterin Tanja ein Quiz speziell zum Thema Energie mit uns durch. Das machte viel Spaß. Per Powerpoint wurden multiple choice Fragen an das Whiteboard projiziert und wir haben in Kleingruppen die richtigen Antworten geraten.
In der Mittagspause aßen wir dann gemeinsam im Seminarraum und führten dabei unsere Gespräche über unsere Einschätzungen zum Klimawandel fort.
Danach hielt der Referent der Verbraucherzentrale einen zweiten Input, in dem es speziell um Möglichkeiten des Energiesparens im Haushalt ging. Es wurden viele hilfreiche Tipps vermittelt, die für uns z.T. auch neu waren. Es folgte dann ein längeres Gespräch darüber, was wir bereits im Alltag für`s Energiesparen tun und was wir noch verbessern könnten.
Im weiteren Teil ging`s darum, wie man auch politisch aktiv werden kann, z.B. gegen Kohle-Abbau und es wurden verschiedene kreative öffentlichkeitswirksame Aktionen und Initiativen vorgestellt.
In der Reflektionsrunde am Ende äußerten sich alle Teilnehmer_innen sehr zufrieden über den Workshop. Einen herzlichen Dank an die Workshop-Leiterin und den Referenten.“

Die Klimadetektive auf Spurensuche in Weißensee

Am 8., 9. und 23. Mai 2018 haben die Kinder der Klasse 5a der Grundschule im Moselviertel in Berlin-Weißensee Kurzvideos zum Thema Klimawandel und Klimaschutz erstellt. Unten seht Ihr das Ergebnis.
Wir danken allen, die teilgenommen haben, für diesen schönen Workshop.

Die Klimadetektive (Intro)

 

Mobilität: die Klimadetektive fragen nach!

 

Klimadetektive: der Mobilität auf der Spur…

 

Energie: die Klimadetektive fragen nach!

 

Die Klimadetektive Weißensee im Autohaus

 

Making of „Klimadetektive“ in der Moselschule (Berlin)