Energie-Bällchen (klimafreundlich)

Arbeitsschritte der Zubereitung
1 Es handelt sich um kleine Bällchen mit großer Wirkung –
2 für den Hunger zwischendurch.
3 Wir haben Zutaten ausgesucht, die regional wachsen, leider im Handel nicht immer aus Deutschland – zumindest aber aus Europa.
4 Pflaumen mit scharfem Messer gut kleinschneiden, Wasser aufkochen (Wasserkocher)
5 (wir haben einen Mörser benutzt zum perfekten Zerkleinern)
6 Haferflocken/Pflaumen und Kerne und Salz in eine Schüssel – und mit dem Wasser (Achtung – je nach Beschaffenhit der Ausgangsmaterialien unterschiedliche Menge) übergießen – und vermengen.
7 Die Masse muss etwas durchziehen – und dann zu kleinen Bällen formbar sein.
8 Die Bälle dann in den unterschiedlichen „Zutaten“ – optionale Module 😉 – wälzen
(Sesam weiß / Mohn / Blütenblätter)
Glutenfrei  und vegan 😉

Drei kleine Bällchen sind ein prima Snack gerade für hungrige Schulkinder, die gerne süß essen.

Zutatenliste
Gramm, kg oder Liter für 10 Portionen
Zahl Einheit
Haferflocken (zart) 250 g
Trockenpflaumen 250 g
Sonnenblumenkerne 250 g
Wasser 250 g
Alpensalz 10 g
Erweiterung 1:
Textur/Sonnenblumenkernersatz
Sesam (Textur) 50 g
Leinsamen 20 g
Kürbiskerne (Steiermark) 30 g
Mohn (Textur) 50 g
Maronen (voreingeweicht) 50 g

 

Quiche-Rezept (klimafreundlich)

Arbeitsschritte der Zubereitung
1 Mürbeteig: (zügig und möglichst kalt arbeiten)
2 Margarine, Mehl und salz grob vermengen
3 schrittweise kaltes Wasser hinzufügen, bis ein Mürbeteig entsteht
4 Den vorbereiteten Teig kalt stellen
5 Die Quicheform einfetten
6 und mit Semmelbröseln ausstreuen
7 Für die Creme einfach Hafersahne, Hefeflocken, Stärke, Curry, Salz, Pfeffer zu einer homogenen Creme verrühren, optional andere Gewürze, oder getrocknete Tomaten (Umami) dazu
8 Das Gemüse (Lauch, Möhren) waschen
9 Den Lauch sehr gut waschen, der Länge nach halbieren und  in ca. 0,3 cm dicke (Halb)Scheiben schneiden
10 Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel (Brunoise) schneiden.
11 Die gewaschenen Möhren mit einer Reibe fein raspeln.(oder dünne Scheiben schneiden) . Sämtliches Gemüse würzen (auch Curry, eventuell noch Kräuter, natürlich Salz und Pfeffer), und etwas durchziehen lassen
12 Backofen vorheizen (200°C)
13 Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen ( ca. 0,5 cm dick) und in die Form drücken und mit einer Gabel einstechen – und kurz vorbacken
14  Das Gemüse darauf verteilen und mit der Creme übergießen – darauf achten, dass das Gemüse bedeckt ist.
15 Die Quiche ca. eine halbe Stunde backen und vor dem Servieren in der Form etwas abkühlen lassen

 

Zutatenliste
Gramm, kg oder Liter 10 Portionen
Zahl Einheit
Weizenmehl 0,25 kg
Magarine 0,129 kg
Wasser 0,05 L
Salz 4 g
Semmelbrösel 0,03 kg
Champignons (o.ä.)* 0,2 kg
Lauch 0,4 kg
Möhren 0,4 kg
Zwiebeln 0,1 kg
Hafersahne 0,5 L
Hefeflocken 0,06 kg
Kartoffelstärke 0,06 kg
Curry 0,01 kg
Pfeffer 3 g

Grüner Cous-Cous (klimafreundlich)

Arbeitsschritte der Zubereitung
1. Gemüse waschen und putzen – aus den Schalen eine Brühe ansetzen oder auf den Kompost
2. Couscous würzen (eventuell auch etwas Gemüsebrühe in Pulverform) und  mit kochendem Wasser aufgießen und 15 min quellen lassen (Verhältnis 1:2)
3. Sellerie und Gurke in gleich große Würfel (sehr fein – wir nennen es Brunoise – 3mm Kantenlänge) schneiden
4. PESTO: – zum würzen des Couscous:Rucola, Basilikum, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Rapsöl, Salz&Pfeffer und Spinat in ein Gefäß geben und fein mixen/stoßen *
5. Alle Zutaten miteinander vermengen und lauwarm oder kalt am nächsten Tag servieren
6. Äpfel und Lauchzwiebeln klein schneiden und als Garnitur verwenden
Äpfel optional auch IN das Couscous – noch mehr Frische
* im OSZ haben wir Blender oder sehr leistungsstarke Pürierstäbe.
Trotz alledem MÜSSEN alle Blätter mit einem scharfen Messer vorher fein klein geschnitten werden

 

Zutaten für 10
Portionen
Zahl Einheit
(Baby)Blattspinat 100 g
Lauchzwiebeln 50 g
Sellerie Knolle* 200 g
Gurke 100 g
Knoblauch 4 g
Apfel 100 g
Cous-Cous, sehr fein 300 g
Basilikum 50 g
Bohnenkraut 5 g
Rucola 100 g
Sonnenblumenkerne 75 g
Rapsöl 50 ml

Komponiert von den Schüler*innen der Klasse 383B der Brillat-Savarin-Schule unter der Leitung von Annette Voigt.

Solarstrom auch als Mieter selbst produzieren

Solarstrom auch als Mieter selbst produzieren

Wir bekamen in den letzten Monaten wiederholt die Frage, ob es denn für Mieter*innen möglich sei, Solarstrom auf dem eigenen Balkon selbst zu erzeugen und ins Wohnungsstromnetz einzuspeisen. Nun möchten wir Euch auf einen aktuellen Artikel aus der taz hinweisen, der das Thema ausführlich behandelt. Zentrale Info: ja, es ist möglich ganz legal Strom auf dem eigenen Balkon zu erzeugen und in der eigenen Wohnung zu nutzen. Wenn das Solarmodul vor allem zum Eigenverbrauch genutzt wird muss auch die EEG-Einspeisevergütung nicht genutzt werden und damit auch kein Gewerbe zur Stromerzeugung angemeldet werden. Jedoch sollte eine spezielle Steckdose für das Modul installiert werden, die „Wieland-Dose“. Die Stromnetzbetreiber fordern zudem die Anmeldung der Anlage. Der Stromnetzbetreiber muss die Installation akzeptieren, wenn sie den technischen Normen entspricht. Ein gutes und günstiges Modul mit optimaler Sonnenausrichtung kann sich so schon nach vier bis fünf Betriebsjahren amortisieren. Weitere Informationen findet Ihr auch auf der Internetseite http://www.pvplug.de/.

Kostenlose Ausleihe eines fLotte-Lastenrads nun auch in Weißensee

Paulin, das Lastenrad des Seminarhauses tagungswerk, hat seit diesem Mittwoch ein neues Zuhause!

 

Paulin wohnt nun im Wachstuchladen Kevkus in der Berliner Allee 200-204 und kann von dort ab Anfang Februar kostenlos an Nachbar*innen, Fahrradbegeisterte und an alle, die das Auto endlich mal stehen lassen wollen, verliehen werden.

Das haben wir gemeinsam mit dem fLotte Team, dem ehrenamtlichen Paten von Paulin und dem Inhaber von Kevkus am 30.01. mit einem Stück Kuchen im Wachstuchladen gefeiert.

Organisert wird der Verleih über das Verleihsystem fLotte, einer Initiative des ADFC Berlin, die seit März 2018 den kostenlosen Verleih von fast 40 Lastenrädern in verschiedenen Bezirken ermöglicht.

Mit Paulin können größere Einkäufe und Transporte jetzt auch in Weißensee problemlos ohne Auto erledigt werden. Denn das dreirädrige Bakfiets Troy verfügt über einen Elektroantrieb und eine Kiste, die mit rund 100kg beladen werden kann und Platz für vier Kleinkinder bietet. Bei schlechtem Wetter kann auch ein Regendach übergezogen werden.

Der Lastenrad-Verleih ist das Ergebnis eines Werkstatt-Tages des Projekts Prima Klima in Weißensee, an dem der Lastenrad-Verleih gemeinsam geplant worden ist.

Möglich ist die Ausleihe jeden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr. Eine Reservierung muss zuvor über die Internetseite flotte-berlin.de erfolgen.

Weitere Infos:

Über fLotte

Paulin in der fLotte

Zum Standort

 

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Im Mittelpunkt dieses dreistündigen Abendworkshops am 29. Oktober 2018 standen verschiedene, kreative Aktionsformen, mit denen wir uns für eine Verkehrswende hin zu mehr umweltfreundlicher Mobilität, einsetzen können. Es war ein bewegter und motivierender Abend mit Input, Videoclips und viel Raum für Diskussion und Austausch.

Der Ansatz unseres Referenten, des Verkehrswende-Aktivisten Jörg Bergstedt, ist es dabei Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Zudem setzt er nicht auf Kompromisse und kleinschrittige Ziele, sondern auf radikale Forderung – kein Tempolimit, sondern lieber gleich eine autofreie Stadt – nur so könne eine echte Veränderung bewirkt werden!

Wir erfahren von aktuellen Ansäzen einen kostenlosen ÖPNV in verschiedenen Orten, u.a. auch der Stadt Tallin, umzusetzen und warum dieses Modell keineswegs abwegig und absurd ist, sondern nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz beiträgt, sondern sich, wenn die realen Kosten des Straßenverkehrs einbezogen werden, sogar wirtschaftlich auszahlen kann.

Doch bis diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, bleibt nur kreativer Protest – beispielsweise durch „Aktionsschwarzfahren“: wer das Strafrecht gut kennt, kann kreativ damit umgehen und Lücken nuzen um Aufmerksamkeit zu generieren.

Mit einem Hinweisschild und Flyern darauf aufmerksam zu machen, ohne Ticket unterwegs zu sein, ist nicht nur ein deutliches Statement, sondern schützt auch vor einer Gefängnisstrafe. Denn noch immer werden in Deutschland jedes Jahr viele tausend Menschen für das Fahren ohne Ticket inhaftiert – eine vollkommen unangemessene Strafe, die zudem noch viele gesellschaftliche Folgekosten mit sich bringt. Für wen das dennoch zu riskant und konfliktgeladen ist, bleibt noch die Möglichkeit das eigene Ticket zu teilen, ein noch gültiges Ticket nach Ende der Fahrt weiterzuverschneken und sich mit schwarzfahrenden Menschen solidarisch zu erklären.

Zudem lernen wir eine Aktionsform kennen, die in besonderer Form die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken kann: die Kommunikationsguerilla. So wurde Anfang des Jahres in Gießen flächendeckend ein Flyer verteilt, in dem u.a. im Namen der Oberbürgermeisterin dazu eingeladen wurde, den ÖPNV in Gießen für 9 Tage kostenlos zu testen. Die Aktion erregte nicht nur Aufsehen, sondern setzte auch eine, sogar überregional geführte Debatte über den Nulltarif in Gang.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Möglichkeiten für Fußgänger*innen und Radhahrer*innen die Straßen wenigstens für begrenzte Zeit zurückzuerobern, z.B. mit Fahrraddemos oder einem Gehzeug, einem Holzrahmen in Größe eines Autos, mit dem sich Fußgänger*innen gleichberechtigt zu Autofahrer*innen über die Straßen bewegen und so den Verkehr ordentlich durcheinander bringen können.

Der Abend hat uns gezeigt, die Möglichkeiten sich für eine Verkehrswende einzusetzen sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf das eigene Mobilitätsverhalten.

Energie

Klimaschutztipps für den Alltag

  • Moderne Wärmeschutz Verglasung an Fenstern spart Energie
  • Heizungen ab und zu entlüften für optimale Heizleistung (Quelle: Klimasparbuch Frankfurt)
  • Räume nur heizen, wenn man sich darin aufhält und nicht auf mehr als 21 Grad
  • Räume im Sommer nicht unter 24 Grad kühlen
  • nachts durch Lüften kühlen, nicht über Klimaanlagen.
  • sich der Umgebungstemperatur gemäß kleiden, so dass extra heizen oder kühlen vermieden werden kann
  • Vorhänge zuziehen (zur Kühlung, wenn die Sonne rein scheint), vor allem bei Altbaufenstern
  • Deckenventilatoren anstelle von Klimaanlagennutzen
  • Nicht den Bildschirmschoner benutzen, verbraucht viel Strom
  • Die hellste Stufe für Monitorhelligkeit verbraucht viel Strom, lieber etwas gedimmt
  • Standby ausschalten
  • Handyladegeräte aus Steckdose herausnehmen, wenn nicht in Benutzung
  • Einen vollen Wasserkocher anschalten und dann das Wasser in Thermokannen warmhalten
  • nach Möglichkeit Treppen statt Fahrstuhl nehmen
  • LEDs sind am Strom-sparendsten
  • Licht ausschalten beim verlassen des Raumes
  • Dimmer installieren (Quelle: International Young Naturefriends: Green Tool Box (engl.)
  • Internetadressen nicht bei Google eingeben sondern direkt in die Browserzeile, Google verbraucht pro Jahr 2,3 Terawattstunden Strom,
    das sind mehr als eine halbe Million Haushalte in Deutschland zusammen gerechnet.
  • alte e-mails löschen, gespeicherte e-mails und Anhänge verbrauchen pro Jahr weltweit ca. 140 Terawattstunden Strom
  • Altgeräte nicht in den Restmüll sondern zu Recyclinghöfen und Sammelstellen, welche die in ihnen enthaltenen wertvollen Rohstoffe wieder extrahieren zur Weiterverarbeitung
  • den Ofen, wenn geht nicht vorheizen, dafür früher herunter drehen, Umluft nutzen
  • Kühler Stellplatz für den Kühlschrank, ansonsten verbraucht er mehr Energie
  • Spülmaschine nicht zu heiß einstellen, 50 Grad reichen bei normaler Verschmutzung
  • Energiesparprogramme nutzen, dauert länger ist aber Klima- und Geldbeutel freundlicher
  • Abfalltrennung – besonders Altpapier und Altglas werden fast vollständig wiederverwertet (Quelle: Monika Götze, ua.: Einfach Öko. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns)

Weiterführende Links im Internet

Konsum

Konsum Check zur Selbstreflektion:

  1. Brauche ich es wirklich?
  2. Muss ich es wegwerfen oder kann ich es ggf. reparieren (lassen)?
  3. Kann ich es leihen, mieten oder gebraucht kaufen?
  4. Konsumiere ich bewusst?
  5. Kann ich Sachen weglassen bzw. durch Anderes kompensieren?
  6. Kaufe ich auch Second Hand Sachen? (Kleidung, etc.)

Klimschutztipps für den Alltag

  • Second-Hand Kleidung ist nachhaltiger als neue Kleidung
  • Gebrauchte Kleidung gibt es in: Second-Hand Läden, auf Flohmärkten und in Umsonstläden, z.B. im KuBiZ (Quelle: BUND „Besser Leben: Wäsche wechseln“)
  • Mülltütenabschaffen – stattdessen Zeitungspapier in Mülleimer
  • Hundebeutel einsparen – mit anderen Plastiktüten von Verpackungen, die sowieso weggeworfen würden ersetzen
  • Gläser wiederverwenden – z.B. für Selbstgemachtes, Aufbewahrung von Resten
  • Reparieren statt wegwerfen – Kleidung flicken, Repair Cafes (Quelle: Annelise Bunk. Besser leben ohne Plastik)
  • Bei Hygiene Papier auf das „Blauer Engel Siegel“ achten und nicht gebleichte, bedruckte oder feuchte Tücher verwenden.
  • Elektrogeräte nicht oft ersetzen durch Neuware und nach gebrauchten Modellen Ausschau halten. Die Produktion und der Stromverbrauch von besonders großen Bildschirmen ist sehr klimaschädlich
  • Gebrauchtes kaufen (Spielzeug und Möbel gibt es genug in second Hand Läden)
  • Möglichst weniger Geräte statt Vieler, Smartphones z.B. ersetzen viele andere Geräte und sind bei langem Gebrauch damit umweltfreundlicher

Quelle: Monika Götze, ua.: Einfach Öko. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns

Nachhaltige kostenlose Apps für Smartphones

Quelle: Klimasparbuch Frankfurt

Weiterführende Links im Internet

Webseiten zum Thema:„Teilen statt besitzen“

„Do it yourself“- Anleitungen für Verschiedenes: www.repaircafe.org/de
NachbarInnenschaft-Tausch/Ausleihe: www.nebenan.de

Mobilität

Klimaschutztipps für den Alltag

  • Auto möglichst abschaffen
  • Ansonsten auf leichte sparsame Autos mit alternativen nicht Verbrennungs-Motor umsteigen
  • Auto teilen, Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten nutzen
  • Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Für Transporte von Gütern sind z.T. auch Lastenräder geeignet
  • Taxi oder Lastentaxi statt eigenes Auto für gelegentliche Fahrten (BUND „Besser leben – Wagen wechseln“)
  • Klimaanlage und Heizung in Maßen
  • immer genug Reifendruck
  • Flüge vermeiden

Quelle: bpb: Themenblätter im Unterricht Umwelt und Verkehr

Weiterführende Links im Internet