Workshop-Beschreibung „Mit Messer und Gabel das Klima retten!“

Workshop-Themen am Mittwoch 20. Februar 2019

 

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen
8:30 bis 9:30 Uhr mit Foodsharing

Mehr als ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion landet weltweit auf dem Müll. Die Initiative Foodsharing hat ein bundesweites, stetig wachsendes Netzwerk aufgebaut, dass genießbare Lebensmittel vor der Vernichtung rettet – für alle! Wie entstand Foodsharing und wie funktioniert es? Warum ist Foodsharing ein praktischer Ansatz für den Klimaschutz und welche sozialen Vorteile bietet das Konzept?

 

Partnerschaftlich und klimagerecht handeln
8:30 bis 9:30 Uhr mit Ethiquable

Fairer Handel hat sich inzwischen auch in den Regalen der Discounter-Ketten etabliert. Doch was steht hinter dem Konzept fairen Handels und welche Unterschiede gibt es? Wir haben Experten der Handelsorganisation Ethiquable eingeladen, ihre Arbeitsweisen, Grundsätze und Bemühungen für den Klimaschutz darzustellen. Was bedeutet der Klimawandel für die Produzent*innen im globalen Süden und wie kann der faire Handel helfen? Am Beispiel der kooperative Norandino (Peru) zeigt dieser Workshop praktische Schritte für mehr Klimagerechtigkeit.

 

Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit den Weltacker-Aktivist*innen

Wie ernähren wir uns morgen? Es ist eine Frage der Fläche: 2000 m² bekommt jeder Mensch, wenn wir die globalen Ackerflächen gleichmäßig aufteilen. Mit dem 2000 m² Weltacker vermitteln wir ein Gefühl für die eigene Rolle in der globalen Landwirtschaft.

Wir führen globale Herausforderungen auf ein menschliches Maß zurück. Denn zu „meinen“ 2000 m² kann ich eine Beziehung aufbauen und dafür Verantwortung übernehmen. Im Workshop schauen wir uns den Flächenbedarf verschiedener Gerichte an und erfahren welchen Anteil tierische und pflanzliche Zutaten haben.

 

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit Restlos glücklich e.V.

Die Aktivist*innen von Restlos glücklich kochen mit überschüssigen Lebensmitteln und geben diesen eine zweite Chance. Ob krummes Gemüse, falsch etikettierte Ware oder Fehllieferungen, in Workshops, Bildungsprojekten und bei Events werden sie alle verarbeitet. Wie und warum kam es zu diesem ungewöhnlichen Projekt? Was hat das mit dem Klimaschutz zu tun?

 

Biovegane und solidarische Landwirtschaft
8:30 bis 9:30 Uhr und 10:20 bis 11:20 Uhr mit Plantage farm

Wer kennt heutzutage noch eine*n Bauer*in? Mit dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft soll sich das ändern! Wie geht das? Die Macher*innen des Brandenburger Landwirtschaftprojekts Plantage Farm erklären uns das Prinzip und zeigen uns warum bio-vegane Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz ist.

 

Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
10:20 bis 11:20 Uhr mit Saucenfritz

Die Weißenseeer Manufaktur Saucenfritz stellt qualitativ hochwertige Bio-Saucen, Dips und Dressings in Handarbeit her. Was Saucen-Fritz gegenüber den Großproduzenten der Lebensmittelindustrie auszeichnet, wie es zu „Saucenfritz“ kam und nach welchen ökologischen und sozialen Grundsätzen er arbeitet, wird Herr Fritz uns direkt berichten.

 

 

Workshop-Themen am Mittwoch 13. März 2019

Käse ohne Milch – Umweltfreundlich und gesund kochen!
8:30 bis 9:30 Uhr mit Beba Becker

Beba Becker bereitetet vegane, überwiegend roh-vegane Gerichte zu. Sie berät, gibt Rezepte weiter und bietet in kleinem Rahmen auch Catering an. Ihre Philosophie: Gesunde, umweltfreundliche, oft auch vegane oder Rohkost Gerichte, die einfach nachgekocht werden könnte. Bevorzugt aus regionalen Zutaten und möglichst ohne umweltschädigende Verpackungen. Sie so unsere klimaneutrale Küche der Zukunft aus?

Solidarisch, kollektiv und abseits des Mainstreams
10:20 bis 11:20 Uhr mit Schnittstelle

Schnittstelle ist ein Vertriebskollektiv. Die von ihnen vertriebenen Lebensmittel werden bio, möglichst regional, auf jeden Fall aber jenseits des agrarischen Mainstreams produziert: von Kollektiven, Genossenschaften oder auch KleinstproduzentInnen, die die Vorstellungen von einer anderen, solidarökonomischen Landwirtschaft teilen.

Tofu regional, kollektiv und in Handarbeit
10:20 bis 11:20 Uhr mit Soy Rebels

In den vergangen Jahren haben sich in Berlin einige Gewerbebetriebe als Kollektive organisiert. Arbeiten ohne Chef ist ihre Devise. Die Soy Rebels vom Ostkreuz berichten uns aus ihrer Praxis und warum sie sich ausgerechnet der Tofu-Herstellung gewidmet haben? Warum sollten Gastronom*innen und Konsument*innen zum Manufaktur-Tofu der Rebellen greifen? Und was trägt diese Wahl zum Klimaschutz bei?

Kleinbäuerlicher Widerstand und solidarische Konsument*innen
10:20 bis 11:20 Uhr mit La Via Campesina/AbL

Kleinbäuer*innen stehen weltweit unter Druck. Die industrialisierte Landwirtschaft, Bodenspekulation und Agararpolitiken zu Gunsten von Großgrundbesitzern und Industrie haben ein weltweites Höfesterben zur Folge. Doch Kleinbäuer*innen sind weltweit immer noch das Rückgrat unserer Ernährung. Dem Modell industrieller Agrar- und Agrochemiekonzerne widersetzen sie sich mit einer auf Nachhaltigkeit und Solidarität zielenden Wirtschaftsweise. Eine Bäuerin vom Brandenburger Hofkollektiv Bienenwerder erklärt uns, was die kleinbäuerliche Landwirtschaft zum Klimaschutz und zur Ernährungssicherheit beitragen kann und warum wir als Konsumt*innen den Versprechungen der Konzerne skeptisch begegnen sollten ?

Biovegane und solidarische Landwirtschaft
8:30 bis 9:30 Uhr mit Plantage farm

Wer kennt heutzutage noch eine*n Bauer*in? Mit dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft soll sich das ändern! Wie geht das? Die Macher*innen des Brandenburger Landwirtschaftprojekts Plantage Farm erklären uns das Prinzip und zeigen uns warum biovegane Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz ist.

Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
8:30 bis 9:30 Uhr mit den Weltacker-Aktivist*innen

Wie ernähren wir uns morgen? Es ist eine Frage der Fläche: 2000 m² bekommt jeder Mensch, wenn wir die globalen Ackerflächen gleichmäßig aufteilen. Mit dem 2000 m² Weltacker vermitteln wir ein Gefühl für die eigene Rolle in der globalen Landwirtschaft.

Wir führen globale Herausforderungen auf ein menschliches Maß zurück. Denn zu „meinen“ 2000 m² kann ich eine Beziehung aufbauen und dafür Verantwortung übernehmen. Im Workshop schauen wir uns den Flächenbedarf verschiedener Gerichte an und erfahren welchen Anteil tierische und pflanzliche Zutaten haben.

Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten
8:30 bis 9:30 Uhr mit Restlos glücklich e.V.

Die Aktivist*innen von Restlos glücklich kochen mit überschüssigen Lebensmitteln und geben diesen eine zweite Chance. Ob krummes Gemüse, falsch etikettierte Ware oder Fehllieferungen, in Workshops, Bildungsprojekten und bei Events werden sie alle verarbeitet. Wie und warum kam es zu diesem ungewöhnlichen Projekt? Was hat das mit dem Klimaschutz zu tun?

Kostenlose Ausleihe eines fLotte-Lastenrads nun auch in Weißensee

Paulin, das Lastenrad des Seminarhauses tagungswerk, hat seit diesem Mittwoch ein neues Zuhause!

 

Paulin wohnt nun im Wachstuchladen Kevkus in der Berliner Allee 200-204 und kann von dort ab Anfang Februar kostenlos an Nachbar*innen, Fahrradbegeisterte und an alle, die das Auto endlich mal stehen lassen wollen, verliehen werden.

Das haben wir gemeinsam mit dem fLotte Team, dem ehrenamtlichen Paten von Paulin und dem Inhaber von Kevkus am 30.01. mit einem Stück Kuchen im Wachstuchladen gefeiert.

Organisert wird der Verleih über das Verleihsystem fLotte, einer Initiative des ADFC Berlin, die seit März 2018 den kostenlosen Verleih von fast 40 Lastenrädern in verschiedenen Bezirken ermöglicht.

Mit Paulin können größere Einkäufe und Transporte jetzt auch in Weißensee problemlos ohne Auto erledigt werden. Denn das dreirädrige Bakfiets Troy verfügt über einen Elektroantrieb und eine Kiste, die mit rund 100kg beladen werden kann und Platz für vier Kleinkinder bietet. Bei schlechtem Wetter kann auch ein Regendach übergezogen werden.

Der Lastenrad-Verleih ist das Ergebnis eines Werkstatt-Tages des Projekts Prima Klima in Weißensee, an dem der Lastenrad-Verleih gemeinsam geplant worden ist.

Möglich ist die Ausleihe jeden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr. Eine Reservierung muss zuvor über die Internetseite flotte-berlin.de erfolgen.

Weitere Infos:

Über fLotte

Paulin in der fLotte

Zum Standort

 

Bericht vom Werkstatt-Tag „Mobilität“

Bei unserem Werkstatt-Tag am 3. November diesen Jahres haben wir uns über Ideen ökologische Formen der Mobilität ausgetauscht. Interessant war die Anzahl der Alternativen, die es in Deutschland gibt, um Autos zu ersetzen.

Besondere Aufmerksamkeit fand dabei die Möglichkeit, das vor Kurzem erworbene Lastenfahrrad des tagungswerks zu verleihen. Mit dem Lastenrad ist es möglich auch größere Einkäufe zu erledigen, sehr schwere Gegenstände oder kleine Kinder ohne viel Aufwand zu transportieren und sich dabei ökologisch freundlich fortzubewegen. Beim Werkstatt-Tag wurden zunächst Ideen gesammelt und dann ein Plan entwickelt wie die Vermietung und Nutzung dieses Fahrrads umgesetzt werden kann. Dabei wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verleihmöglichkeiten und möglichen Standorte diskutiert sowie über die Öffentlichkeitsarbeit gesprochen, die die Gruppe nutzen kann, um unsere Idee bekannt zu machen.

Die Moderation des Workshops ermöglichte es, die meisten wichtigen Punkte bei der Entwicklung des Plans abzudecken. Es war auch interessant, die Erfahrung einer Person zu hören, die in dem Projekt fLotte mitwirkt, das den Verleih von Lastenrädern organisiert. Dies machte es möglich, Zweifel auszuräumen, besser zu verstehen, wie das Verleihsystem funktioniert, und in der Lage zu sein, den von uns entwickelten Plan konkret umzusetzen. 
Es war ein sehr fruchtbarer und erfolgreicher Tag, an dem wir einen Plan aufstellen konnten, um die Nutzung umweltfreundliche Verkehrsmittel zu in der Nachbarschaft zu erleichtern.

Daniela O.

Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mittwoch 20.02. und 13.03.2019

von 8:30 bis 13:30 Uhr

in der Brillat-Savarin-Schule, Buschallee 23A, 13088 Berlin

An zwei Projekttagen beschäftigen wir uns mit den Themenbereichen ökologische und Solidarische Landwirtschaft, Partnerschaftlicher Welthandel, Lebensmittelverschwendung, pflanzliche Ernährung und alternative Produktionsweisen.

Unsere Ernährung ist wichtig für den Klimaschutz

Die Art und Weise wie wir uns ernähren, welche Lebensmittel wir einkaufen, wie wir sie verwenden und woher sie kommen ist nicht nur ein individuelles Thema. Unsere Ernährung trägt zudem mit 30-50% an den gesamten Treibhausgasemissionen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. Es spielt also eine große Rolle, wie wir uns ernähren. Die Größe des C02-Fußabdrucks auf unseren Tellern hängt z.B. davon ab, ob wir regelmäßig Fleisch essen, uns vegetarisch oder vegan ernähren, ökologisch oder konventionell angebaut werden, von transnationalen Konzernen oder kleinen lokalen Unternehmen angebaut und produziert werden und wie sie verpackt und gelagert werden. Es sollte genug für alle da sein, doch aktuell landet etwa 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion auf dem Weg vom Anbau bis zum Teller im Müll.

Und nicht nur das Klima leidet unter den Produktionsbedingungen unserer Nahrungsmittel. Durch die Strukturen der globalen Agrarindustrie und die Macht transnationaler Konzerne sind besonders Menschen im globalen Süden gezwungen unter prekären Bedingungen für einen Hungerlohn zu arbeiten. Das geht auch anders!

Wir haben Produzent*innen, Handel und Initiativen eingeladen, die zeigen, wie wir klimafreundlicher, gerechter und dabei auch gesund und lecker essen können ohne unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und Tiere auszubeuten.

Die sechzehn Workshops stehen den angehenden Gastronom*innen der Brillat-Savarin-Schule und interessierten Nachbar*innen offen. Sie vermitteln verschiedene Perspektiven und Ansätze und werden vom anschließenden Markt der Möglichkeiten ergänzt, wo es Zeit und Raum für Information und Austausch und zum Kennenlernen einzelner Produkte gibt.

Mittwoch 20.2.2019


Workshops I 8:30–9:30h
Lebenmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen Partnerschaftlich und klimagerecht handeln Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
mit… Foodsharing Ethiquable Restlos glücklich Weltacker

Workshops II
10:20–11:20h
Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Biovegane und solidarische Landwirtschaft Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
mit… Restlos glücklich Plantage farm Weltacker Saucenfritz

Markt der Möglichkeiten
11:20–13:30h

Informieren, ausprobieren und kaufen
Mit den Produzent*innen, Händler*innen und Initiativen aus den Workshops sowie slow food youth

Details zu den Inhalten der Workshop findet Ihr in der Workshop-Beschreibung (klick hier).

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Das Programm für den 13.3.2019 kommt bald.

>>>Hier geht’s zum PDF-Download von Flyer (A6) und Plakat (A2).

Eine Kooperation des OSZ Gastegewerbe (Brillat-Savarin-Schule) mit der Initiative Prima Klima in Weißensee und dem Frei-Zeit-Haus Weißensee.

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Bericht vom Workshop „Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen – Aktionen für eine Zukunft ohne Autos“

Im Mittelpunkt dieses dreistündigen Abendworkshops am 29. Oktober 2018 standen verschiedene, kreative Aktionsformen, mit denen wir uns für eine Verkehrswende hin zu mehr umweltfreundlicher Mobilität, einsetzen können. Es war ein bewegter und motivierender Abend mit Input, Videoclips und viel Raum für Diskussion und Austausch.

Der Ansatz unseres Referenten, des Verkehrswende-Aktivisten Jörg Bergstedt, ist es dabei Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Zudem setzt er nicht auf Kompromisse und kleinschrittige Ziele, sondern auf radikale Forderung – kein Tempolimit, sondern lieber gleich eine autofreie Stadt – nur so könne eine echte Veränderung bewirkt werden!

Wir erfahren von aktuellen Ansäzen einen kostenlosen ÖPNV in verschiedenen Orten, u.a. auch der Stadt Tallin, umzusetzen und warum dieses Modell keineswegs abwegig und absurd ist, sondern nicht nur zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz beiträgt, sondern sich, wenn die realen Kosten des Straßenverkehrs einbezogen werden, sogar wirtschaftlich auszahlen kann.

Doch bis diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidungsträgern angekommen ist, bleibt nur kreativer Protest – beispielsweise durch „Aktionsschwarzfahren“: wer das Strafrecht gut kennt, kann kreativ damit umgehen und Lücken nuzen um Aufmerksamkeit zu generieren.

Mit einem Hinweisschild und Flyern darauf aufmerksam zu machen, ohne Ticket unterwegs zu sein, ist nicht nur ein deutliches Statement, sondern schützt auch vor einer Gefängnisstrafe. Denn noch immer werden in Deutschland jedes Jahr viele tausend Menschen für das Fahren ohne Ticket inhaftiert – eine vollkommen unangemessene Strafe, die zudem noch viele gesellschaftliche Folgekosten mit sich bringt. Für wen das dennoch zu riskant und konfliktgeladen ist, bleibt noch die Möglichkeit das eigene Ticket zu teilen, ein noch gültiges Ticket nach Ende der Fahrt weiterzuverschneken und sich mit schwarzfahrenden Menschen solidarisch zu erklären.

Zudem lernen wir eine Aktionsform kennen, die in besonderer Form die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken kann: die Kommunikationsguerilla. So wurde Anfang des Jahres in Gießen flächendeckend ein Flyer verteilt, in dem u.a. im Namen der Oberbürgermeisterin dazu eingeladen wurde, den ÖPNV in Gießen für 9 Tage kostenlos zu testen. Die Aktion erregte nicht nur Aufsehen, sondern setzte auch eine, sogar überregional geführte Debatte über den Nulltarif in Gang.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Möglichkeiten für Fußgänger*innen und Radhahrer*innen die Straßen wenigstens für begrenzte Zeit zurückzuerobern, z.B. mit Fahrraddemos oder einem Gehzeug, einem Holzrahmen in Größe eines Autos, mit dem sich Fußgänger*innen gleichberechtigt zu Autofahrer*innen über die Straßen bewegen und so den Verkehr ordentlich durcheinander bringen können.

Der Abend hat uns gezeigt, die Möglichkeiten sich für eine Verkehrswende einzusetzen sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf das eigene Mobilitätsverhalten.

Große Verkehrsinfrastrukturprojekte in unserer Nachbarschaft

Wie wir bereits bei unserem Stadtspaziergang zum Thema Verkehrs gesehen haben, stehen einige große Verkehrsinfrastrukturprojekte an, die unsere Leben in Zukunft stark beeinflussen werden. Bei unserem Werkstatt-Tag zum Schwerpunkt Mobilität wollen wir uns auch damit beschäftigen.

Vorab möchten wir Euch aber schon ein paar Informationen liefern.

Straßenbahntangente Pankow-Heinerdorf-Weißensee

!Aktuelle Neuigkeiten findet Ihr in diesem Beitrag!

Vom jetzigen Endhaltepunkt der Tram-Linien 12 und 27 am Pasedagplatz aus ist eine Neubaustrecke bis zum S-Bahnhof Pankow geplant. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz führt derzeit Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung in der betroffenen Gebieten sowie eine Online-Beteiligung durch. Bis zum Sommer 2019 sollen dann Grundlagenermittlungen und Untersuchungen zur genauen Planung des Streckenverlaufs durchgeführt werden. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Senatsverwaltung. Als Grund für den Bau der Tangentiale wird der „größte Bevölkerungszuwachs innerhalb Berlins bis 2030 (…) für den Bezirk Pankow mit zusätzlichen 16 Prozent“ genannt. Zudem sollen neue Wohngebiete rund um die Idunastraße erschlossen werden und der ÖPNV attraktiver gemacht werden.

Sicher wird es noch einige Jahre dauern, bis aus den jetzigen Untersuchungsprojekt ein Bauprojekt wird und dieses beendet ist. Aber es ist jetzt ein wichtiger Zeitpunkt, Interessen, Bedarfe und Erfahrungen in die Untersuchung mit einzubringen und den Prozess interessiert und sachkundig zu begleiten.

Nördliche Berliner Allee

Die sehr schlechte Situation für Anwohner_innen und den nicht-motorisierten Verkehr an der nördlichen Berliner Allee ist schon seit vielen Jahren Thema der Anwohner_innen-Iinitiative „KiezGestalten“. Hier geht es zum einen um praktische Verbesserungen der derzeitigen Situation an der Berliner Allee, wie z.B. die Schaffung weiterer Fußgänger-Querungen und mehr Sicherheit für Radfahrer_innen. Zum anderen geht es aber auch darum, die Straße insgesamt kurzfristig zumindest ein wenig erträglicher zu machen. Die Klage eines Anwohners und KiezGestalten-Aktivisten auf bessere Lustqualität war zwar erfolgreich, doch der Senat verhindert bis heute eine Umsetzung des Gerichtsurteils auf Einführung von Tempo 30 (wie es an anderen Stellen der Stadt aus gleichem Grund bereits erfolgt ist).

Nachdem die KiezGestalten sich bereits seit fünf Jahren für eine Neugestaltung der nördlichen Berliner Allee einsetzen und dazu auch bereits BVV-Beschlüsse erreicht haben, widmet sich nun auch die Senatsverwaltung dem Großprojekt der Erneuerung und Neugestaltung der stark befahrenen Straße. Für uns als Nachbar_innen ist dies ein wichtiger Zeitpunkt, um eigene Bedarfe und Vorstellungen für eine möglichst nachhaltige und bürgerfreundliche Neugestaltung der Straße einzubringen.

Umgehungsstraße Malchow

Folgt 🙂

Klimaschutzausstellung

Die Klimaschutz-Ausstellung ist Teil des Projekts „Prima Klima in Weißensee“. Im Rahmen dessen fanden u.a. Workshops, Kreativprojekte und Klimaschutzberatungen statt. Das Ziel war es, sich mit verschiedenen Aspekten des Klimawandels zu beschäftigen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie wir unseren Alltag und den Stadtteil Weißensee klimafreundlicher gestalten können.
Diese Ausstellung setzt sich auf vielfältige Weise mit dem Klimawandel auseinander – in Form von gemalten Bildern und Texten, die sich gegenseitig ergänzen.

Die gemalten Bilder entstanden im Rahmen mehrerer Malworkshops, die im März 2018 mit Kindern einer 4. Klasse an der Grundschule im Moselviertel und in der Tanz- und Theaterwerkstatt „no limit“ mit Jugendlichen stattfanden. Zudem gab es einige Erwachsene, die auch gemalte Bilder beisteuerten. Die Ausstellung ist somit altersübergreifend, was uns ein besonderes Anliegen war.
Die Texttafeln einige wichtige und alltagsnahe Bereiche – wie Mobilität, Energie, Ernährung – und zeigt, wie sie mit dem Klimawandel zusammenhängen, ergänzt um praktische Tipps für den Klimaschutz in unserem alltäglichen Handeln.

Die Ausstellung wandert in den kommenden Monaten durch verschiedene Ausstellungsorte in Weißensee. Wir freuen uns über Anfragen für weitere Ausstellungsorte.

Aktuell ist die Ausstellung im Familientreff ‚Log in‘ in der Pistoriusstraße zu besichtigen.

Wir danken an dieser Stelle nochmal allen, die sich so motiviert und kreativ an der Ausstellung beteiligten.


Mit einem Klick auf die Bilder können die Texttafeln im PDF-Format heruntergeladen werden.

Einleitung: Über diese Klimaschutz-Ausstellung

 

Mobilität und Klimaschutz

 

Artensterben und Klimawandel

 

Energie und Klimawandel

 

Ernährung und Klimaschutz

Malworkshop in der Grundschule im Moselviertel

Am Montag den 5.3. und Mittwoch den 7.3. 2018 besuchten wir nachmittags unseren Kooperationspartner, die Grundschule im Moselviertel.

Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung im Hortbereich haben wir mit 7 SchülerInnen der 5. Klassen zwei aufeinander aufbauende Mal-Workshops für die Klimaschutz-Ausstellung durchgeführt. Mit Hilfe von verschiedenen Bildern bzw. Fotos sind wir zunächst ins Gespräch über den Klimawandel gekommen und waren erstaunt, wieviel Vorwissen, eigene Gedanken und Diskussionsbedarf bei den Kids bereits vorhanden war. Auch was klimafreundliches Handeln im Alltag betrifft gab es viele Ideen. Über die Situation speziell in Weißensee haben wir auch geredet und es wurde von ein paar Kindern angemerkt, dass es zu wenig Radwege gibt und dass sich einige AutofahrerInnen nicht an die vorgegebenen Tempolimits halten und z.T. sogar direkt vor der Schule zu schnell fahren.

Neben den interessanten Gesprächen sind wir auch noch zum Malen gekommen. Ihr habt Eure Gefühle zum Klimawandel zu Papier gebracht und auch Eure Ideen, wie man im Alltag und Stadtteil für mehr Klimaschutz aktiv werden kann. Und es hat viel Spaß gemacht. 😉
Eure tollen Bilder werden wir alle im Rahmen der Klimaschutz Ausstellung zeigen. Danke, dass Ihr teilgenommen habt.