Projektlaufzeit geht zu Ende!

Heute ist der letzte Tag unserer Projektlaufzeit im Rahmen des Programms „Kurze Wege für den Umweltschutz“ des Bundesumweltministeriums In unserem aktuellen Newsletter haben wir Euch deshalb nochmal die wichtigsten News zusammengefasst und einen kleinen Ausblick zum Fortgang des Projektes nach dem Ende der Förderzeit gegeben.

Diese Website bliebt weiterhin online und wird Euch mit wichtigen News aus der Nachbarschaft und aktuellen Terminen versorgen!

Danke an alle, die uns in den vergangen zwei Jahren unterstützt haben. Ihr wart toll und ohne Euch wäre die vielfältigen Aktivitäten, die auch auf dieser Internetseite dokumentiert sind nicht möglich gewesen!

Tschüss und goodbye aus dem Info-Point sagen

Jens und Sarah

Prima Klima bei der „Aktion Berliner ALLEe“

Prima Klima bei der „Aktion Berliner ALLEe“

Wenn wir über klimafreundliche Mobilität in Weißensee sprechen, ist das Thema Verkehr und dabei insbesondere die Hauptverkehrsstraße „Berliner Allee“ kaum zu umgehen. Denn diese zentrale Weißenseer Straße, die früher einmal als „Lebensader“ des Stadtteils bekannt war, ist alles andere als ein Beispiel für eine klimafreundliche Verkehrspolitik.

Rund 30.000 KFZ rollen täglich durch die Straße, die von der Verkehrsbehörde als „transkontinentale Verbindungsstraße“ eingestuft ist, ohne dafür geeignet zu sein. Diese Zahl könnte sogar auf 44.000 ansteigen, wenn es nicht gelingt die Straßenbauvorhaben im Berliner Norden wie Umgehungsstraße Malchow und eine neue Verbindung Karow-B2 zu verhindern! 

Es fehlen Radwege auf der Berliner Allee sowie angrenzenden Straßen. Tram-Haltestellen sind an vielen Stellen sehr umständlich zu erreichen und über lange Strecken der Allee fehlen sichere Querungsmöglichkeiten.

Mit Straßen wie der Berliner Allee lässt sich der CO2 Ausstoß in Deutschland nicht um die 60-80% reduzieren, die notwendig wären um das Klima zu stabilisieren. Denn immerhin ein Fünftel der CO2-Emmissionen in Deutschland entfallen auf den Verkehr, davon stammen 84% direkt aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Allein auf den zwei Kilometern der Berliner Allee in Weißensee, die am stärksten befahren sind, emittieren PKW und LKW täglich etwa 7 Tonnen Treibhausgas. Eine Verlagerung dieses Verkehrs auf die Schiene und auf‘s Fahrrad würde erhebliche CO2-Einsparungen bewirken.

Doch nicht nur für den Klimaschutz ist die Berliner Allee problematisch. Sie stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen dar und der hohe Schadstoffausstoß und Verkehrslärm belasten die Gesundheit der Anwohner*innen.

Für die nächsten Jahre steht die Grundsanierung der Berliner Allee an, doch nur wenn wir unsere Forderungen deutlich an die Politik herantragen, besteht eine Chance, dass sich etwas verändert.

Grund genug aktiv zu werden!

Gemeinsam mit den Intiativen „Aber hallo, Weißensee“ und „KiezGestalten“, dem Frei-Zeit-Haus und engagierten Einzelpersonen riefen wir im Februar 2019 das Bündnis Aktion Berliner Allee ins Leben. Unser erstes Etappenziel: Mit einem großen Aktionstag direkt auf der Berliner Allee auf die katastrophale Situation und die geplanten Straßenbauprojekte aufmerksam machen, um Anwohner*innen für die Verkehrswende zu mobilisieren und unsere Forderungen nach Verbesserungen bei Politik und Verwaltung Nachdruck verschaffen.

In regelmäßigen offenen Orga-Treffen haben wir diskutiert, geplant, uns anhand von fachlichem Inputs und in Workshops über die aktuelle Situation und die zahlreichen Möglichkeiten für eine Verkehrswende in Weißensee informiert und so unsere Kernforderungen für die Verkehrswende Nord-Ost formuliert. Besonders wichtig war uns ein offener Prozess, in dem alle Interessierten jederzeit willkommen waren sich mit ihre Idee und Vorschlägen oder tatkräftiger Unterstützung einzubringen. Ein besonderes Anliegen war uns auch die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern mit einzubringen, was wir im Rahmen unseres Malwettbewerbs aber auch vieler Angebote für Kinder und Jugendliche beim Aktionstag realisiert haben. Es gelang ein breites Büdniss von lokalen Akteuren zusammen zu bringen vom ADFC bis zum Strandbad am Weißensee über den Jugendclub Mahler 20 bis hin zum Dokan Sportclub.

Als Prima Klima in Weißensee brachte wir die uns zur Verfügung stehenden Projektmittel, die Infrastruktur und die personellen Kapazitäten in den Vorbereitungsprozess ein. So konnten wir die Werbung und die vorherigen Durchführung von Informations- und Diskussionsveranstaltungen ebenso unterstützen, wie notwendiges Equipment für den Aktionstag helfen bereit zu stellen. Ebenso wichtig war es jedoch auch das Know-how und die Arbeitszeit unseres Projektteams mit voller Energie in den Planungsprozess einzubringen.

In den letzten zwei Wochen nahm auch das Interesse der Medien an unserer Aktion stark zu und es gab mehrere Artikel in Berliner Zeitungen sowie auf Internet-Portalen und auch einen Fernsehbeitrag beim rbb-Magazin „zibb“.

Am 15. Juni war es endlich so weit. Nach monatelanger Vorbereitung fand der Aktionstag auf der Berliner Allee statt. Mehr als acht Stunden stand der motorisierte Verkehr zwischen Antonplatz und Indira-Gandhi-Straße still und wir informierten, diskutierten, spielten und probierten aus.

So konnten die Anwohner*innen die Berliner Allee fast einen Tag über ohne Verkehrslärm erleben, stattdessen war die Allee an diesem Tag ein Ort zum Aufhalten und entlang Schlendern.
Statt Straßenlärm gab es an diesem Tag Musik und Poetry Slam zu hören sowie Redebeiträge rund um Klimaschutz, Verkehrswende und die
Verkehrssituation im Berliner Nordosten.
Fahrräder und E-Rollis konnten ungehindert die Straße entlangfahren, an zahlreichen Ständen (u.a. vom
ADFC, den Weißenseer Heimatfreunden und der Initiative zum Erhalt des Malchower Luchs) konnten alle Interessierten sich informieren, diskutieren, ein kühles Getränk oder einen selbst erstrampelten Smoothie vom Smoothie-Bike genießen, sich mit geretteten „foodsharing“-Lebensmitteln versorgen, ein Lastenrad des Verleihnetzwerkes fLotte Probefahren oder beim Baumscheiben bepflanzen mitmachen.
Unterdessen konnten sich die kleinsten Gäste an den vielfältigen Kinderangeboten erfreuen. Vom Riesen-Jenga und Riesen-Mikado, über den Bastelwettbewerb und Kreide-Malen bis hin zum Tretfahrrad zur Seifenblasenproduktion gab es zahlreiche Möglichkeiten, sich die Straße zu erobern.
In fünf Gesprächskreisen
kamen über 100 interessierte Anwohner*innen, Expert*innen und Politiker*innen zusammen, um über die Themen „fahrradfreundliches Weißensee“, „Weißensee blüht auf“ oder „Tempo 30 und KFZ-Reduzierung für mehr Sicherheit und Lebensqualität“, „Kinder- und Elternfreundliche Allee“, „ÖPNV“ und „wie wir Bürger*innen-Interessen in die Planung einbringen können“ zu diskutieren. Dabei hat es uns besonders gefreut, dass Vertreter*innen aller Regierungsparteien aus Abgeordnetenhaus und Bezirk und Fachleute aus der Verwaltung ihre Positionen einbrachten und sie zur Diskussion stellten. Mit steigenden Temperaturen auf dem Asphalt entwickelten sich mitunter auch hitzige Gespräche.
Unsere im Vorfeld des Aktionstages publizierten fünf
Bausteine für die Verkehrswende Nord-Ost trafen so auf die Konzepte und Ideen der geladenen Fachleute und Politiker*innen und die Meinungen der Anwohner*innen.
Unsere Forderung nach einer Reduzierung des KFZ-Verkehrs und einer Herabstufung der Klassifizierung der Straße, nach einem Neubau mit nur einer KFZ-Spur je Richtung, einem durchgehendem eigenem Gleisbett für die Straßenbahn sowie dem durchgängigen Bau von (meist) geschützten Radwegen trafen auf großes Interesse und vielfache Zustimmung, aber wurden auch gerade von den Politiker*innen kontrovers diskutiert. Auch um die Frage der Kinderfreundlichkeit gab es kontroverse Diskussionen.
Wir werden dran bleiben und jetzt nach dem Aktionstag unsere Forderungen weiter gegenüber der Politik vertreten.
Gleich nach den Sommerferien wollen wir an einem Projekttag die Ergebnisse unserer Bemühungen evaluieren, uns austauschen und Perspektiven für das weitere Vorgehen erarbeiten.

Vielen Dank an alle Mitstreitenden unserer Initiative! Der Tag war wichtig, um die Verkehrswende auch in unserem Stadtteil ein Stück voran zu bringen und sich für einen lebenswerten Stadtteil, der nicht im KFZ-Verkehr erstickt, einzusetzen.

Kinder-Theater: Die Reise der Kleidung bis zu uns

Kinder-Theater: Die Reise der Kleidung bis zu uns

Nach Monaten intensiver Entwicklungsmaterial war es am 26. Mai 2019 endlich so weit und die Kinder der Freizeitheld*innen-Gruppe präsentierten im Rahmen der Frühlingswerkschau ihr Stück „Die Reise der Kleidung bis zu uns“. Seit Jahresbeginn hatte die Gruppe gemeinsam mit den Pädagoginnen der Tanzwerkstatt nolimit e.V.  an dem Stück gearbeitet. In drei kleinen spielerischen Workshops hatten wir uns auch den Prozess der Kleidungsherstellung und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Menschen angeschaut. Hier zeigen wir euch ein paar Bilder aus den Workshops

Für die Premieren-Vorstellung am 26. Mai bastelten die Kinder eine kleine Ausstellung zur Entstehung:

Und dann war es endlich so weit. Ein paar Bilder von der Premiere…

Nun sind zunächst Sommerferien und wir planen schon an einer weiteren Vorführungen nach den Ferien. Hier auf der Internetseite und auf facebook werden wir Euch über weitere Vorführungstermine informieren.

Preisverleihung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“

Preisverleihung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“

Heute fand im Abgeordnetenhaus Berlin die Preisverleihung für die Umweltschulen in Europa statt. Unsere Kooperationsschule Brillat-Savaran Schule hat die Auszeichnung auch in diesem Jahr wieder bekommen und uns als guten Kooperationspartner empfohlen. Die Preis Jury wählte solar e.V./Prima Klima in Weißensee schließlich aus und vergab uns heute den mit 500€ dotierten „Ehrenpreis des jfsb – 2019“ insbesondere für die Verbindung von sozialen und ökologischen Dimensionen in bei unseren in der Schule gemeinsam durchgeführten Projekttagen „Mit Messer und Gabel das Klima retten“.

Die Auszeichnungsveranstaltung im Abgeordnetenhaus.

Uns freut die Vergabe des Preises an unser Projekt und unseren Verein sehr, wenngleich wir uns von den Mit-Förderern GASAG und BSR ein deutlich ambitionierteres praktisches Engagement für den Klimaschutz wünschen würden. Die Bildungsarbeit und die Förderung der Jugend sind zweifelsohne wichtig, doch die Kinder und Jugendlichen von Fridays for future stellen gerade deutlich weitgehendere Forderungen an Wirtschaft und Politik!

Prima Klima Weißensee beim Umweltfestival

Prima Klima Weißensee beim Umweltfestival

Ihr könnt uns in diesem Jahr am 2. Juni auch beim Umweltfestival am Brandenburger Tor finden.

Wir haben den Stand Nummer 27, kurz vor dem sowjetischen Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni.

Dort bieten wir Euch gemeinsam mit anderen lokalen Berliner Klimaschutzinis viele Informationen und unser Quiz für Kinder und Erwachsene. Zudem gibt’s aktuelle Infos zum Aktionstag Berliner Allee am 15. Juni.

Bis dann!

… und nicht vergessen: Die Fahrrad-Sternfahrt führt zum Umweltfestival.

Preis „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen

Preis „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen

Mit Freude erreichte uns die Mitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Brillat-Savarin-Schule hat die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ gewonnen. Die Schule hatte unsere Kooperationsprojekte „Mit Messer und Gabel das Klima retten“ und „Klimagericht“ in der Bewerbung eingereicht. Da die Schule uns als guten Kooperationspartner ebenfalls für den Preis vorschlug, kamen auch wir von Prima Klima in die Auswahl für den Preis und gewann schließlich ebenfalls einen der drei Preise für Kooperationspartner. Wir sind nun zur Preisverleihung am 18. Juni ins Abgeordnetenhaus eingeladen 🙂 und freuen uns über diese Anerkennung unserer Arbeit.

 

Reingeschnuppert: Generalprobe des Klima-Kinder-Theaters

Reingeschnuppert: Generalprobe des Klima-Kinder-Theaters

Heute hatten wir die Gelegenheit einen ersten Eindruck von unserem neuen Theaterstück der Freizeit-Held*innen zu bekommen. Hochkonzentriert arbeitet die kleine Theatergruppe mit den Tanz- und Theaterpädagoginnen von no limit an den letzten Vorbereitungen für die Premiere kommende Woche Sonntag.

Nach dem was wir gesehen haben, sind wir schon sehr gespannt, auf die Premiere am 26. Mai!

Schaut ab 15:00 Uhr bei der Frühlingswerkschau 2019 in der Buschallee 87 vorbei mit Klein und Groß. Der Eintritt ist frei. Die Frühlingswerkschau geht vom 24.5. bis 26.5.2019.

Große Mehrheit in Europa wünscht sich vorrangige Behandlung vom Umweltthemen

Eine Studie im Auftrag der European Climate Foundation zur Europawahl hat ergeben, dass sich eine große Merhheit der potentiellen Wähler*innen in den 11 Mitgliedstaaten der Studie dem Klaimschutz eine große Wichtigkeit beimißt. So gaben 77% der Befragten in den 11 Mitgliedsstaaten an, dass eine vorrangige Behandlung des Klimaschutzes durch das europäische Parlament Ihnen wichtig oder sehr wichtig sei. Die kompletten Ergebnisse der kompletten Studie können Sie hier herunterladen.

Für eine erste Orientierung zu den Positionen der europäischen Parteien kann der Wahl-O-Mat hilfreich sein.

3. Eine gesunde Umwelt bedeutet ein gesundes Leben

Eine gesunde Umwelt bietet jeder lebenden Spezies eine beträchtliche Anzahl von Vorteilen, die sich in verbesserten Lebensbedingungen niederschlagen. Im konkreten Fall des Menschen geht es bei den meisten Argumenten gegen den Klimawandel um die Zukunft, aber auch den Nutzen, den der Mensch aus der Umwelt zieht.

Hast du dir jemals vorgestellt, wie es auf der Erde aussehen würde, wenn es die Pflanzen und Tiere nicht mehr gäbe? Denke einen Moment nach…..
Die  Menschen unternehmen eine Vielzahl von Aktivitäten im Freien in Kontakt mit der Natur. Was wäre, wenn es morgens keine Vögel mehr gäbe, die zwitschern? Oder wenn wir nicht eine große Auswahl an Farben, Formen und Gerüchen wahrnehmen würden, die uns Pflanzen bei einem normalen täglichen Spaziergang bieten, sondern nur graue Landschaften? Stell Dir zum Beispiel Ferien ohne jede Art von Pflanzen und Tieren vor. Stell dir vor, du spazierst durch einen ausgestorbenen Wald ohne grüne Pflanzen, Tiere und Insekten  – einen Wald, der einmal voller Leben war und dir die Möglichkeit zur Entspannung geboten hat.

Oft nimmt der Mensch jede Pflanzen- und Tierart, jede Landschaft und jeden natürlichen Lebensraum als selbstverständlich hin. Allerdings haben wir nie darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn unsere normale Umgebung verschwindet und die Aktivitäten, die wir gerne draußen unternehmen, nicht mehr so lustig, schön und entspannt wären wie früher.

 

 

    

Weitere Informationen findet Ihr ….