Mit Messer und Gabel das Klima retten

Mittwoch 20.02. und 13.03.2019

von 8:30 bis 13:30 Uhr

in der Brillat-Savarin-Schule, Buschallee 23A, 13088 Berlin

An zwei Projekttagen beschäftigen wir uns mit den Themenbereichen ökologische und Solidarische Landwirtschaft, Partnerschaftlicher Welthandel, Lebensmittelverschwendung, pflanzliche Ernährung und alternative Produktionsweisen.

Die Art und Weise wie wir uns ernähren, welche Lebensmittel wir einkaufen, wie wir sie verwenden und woher sie kommen ist nicht nur ein individuelles Thema. Unsere Ernährung trägt zudem mit 30-50% an den gesamten Treibhausgasemissionen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. Es spielt also eine große Rolle, wie wir uns ernähren. Die Größe des C02-Fußabdrucks auf unseren Tellern hängt z.B. davon ab, ob wir regelmäßig Fleisch essen, uns vegetarisch oder vegan ernähren, ökologisch oder konventionell angebaut werden, von transnationalen Konzernen oder kleinen lokalen Unternehmen angebaut und produziert werden und wie sie verpackt und gelagert werden. Es sollte genug für alle da sein, doch aktuell landet etwa 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion auf dem Weg vom Anbau bis zum Teller im Müll.

Und nicht nur das Klima leidet unter den Produktionsbedingungen unserer Nahrungsmittel. Durch die Strukturen der globalen Agrarindustrie und die Macht transnationaler Konzerne sind besonders Menschen im globalen Süden gezwungen unter prekären Bedingungen für einen Hungerlohn zu arbeiten. Das geht auch anders!

Wir haben Produzent*innen, Handel und Initiativen eingeladen, die zeigen, wie wir klimafreundlicher, gerechter und dabei auch gesund und lecker essen können ohne unsere Mitmenschen, unsere Umwelt und Tiere auszubeuten.

Die sechzehn Workshops stehen den angehenden Gastronom*innen der Brillat-Savarin-Schule und interessierten Nachbar*innen offen. Sie vermitteln verschiedene Perspektiven und Ansätze und werden vom anschließenden Markt der Möglichkeiten ergänzt, wo es Zeit und Raum für Information und Austausch und zum Kennenlernen einzelner Produkte gibt.

Mittwoch 20.2.2019


Workshops I 8:30–9:30h
Lebenmittel verwenden statt verschwenden – retten & teilen Partnerschaftlich und klimagerecht handeln Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung
mit… Foodsharing Ethiquable Restlos glücklich Weltacker

Workshops II
10:20–11:20h
Lebensmittel verwenden statt verschwenden – Gerettetes zubereiten Biovegane und solidarische Landwirtschaft Der Öko-Fußabdruck unserer Ernährung Regionale Manufaktur-produktion statt Konzernnahrung
mit… Restlos glücklich Plantage farm Weltacker Saucenfritz

Markt der Möglichkeiten
11:20–13:30h

Informieren, ausprobieren und kaufen
Mit den Produzent*innen, Händler*innen und Initiativen aus den Workshops sowie slow food youth

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Das Programm für den 13.3.2019 kommt bald.

Eine Kooperation des OSZ Gastegewerbe (Brillat-Savarin-Schule) mit der Initiative Prima Klima in Weißensee und dem Frei-Zeit-Haus Weißensee.

Klima ins Theater bringen!

Warum fördert das pupsende Schwein den Klimawandel? Wieso sterben die Bienen? Und wo bleiben die Eisbären, wenn die Arktis schmilzt?

Diese und viele andere Fragen stellen sich die Kinder in unserem Theaterprojekt It’s our future – es ist unsere Zukunft! In Kooperation mit der Tanzwerkstatt no limit in der Buschallee startet ab November 2018 unser Mitmach-Theaterprojekt für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Es werden noch weitere interessierte Kinder gesucht!

Im Mai 2019 soll das Stück fertig sein und wir werden es an verschiedenen Orten in Weißensee aufführen.

Mitmachen könnt Ihr immer:

  • Montags 15:00 – 16:30 Uhr
  • Mittwochs 14:00 – 18:00 Uhr beim offenen Mitmach-Tag

Anmelden könnt Ihr Euch per Email an tanzwerkstatt@gmx.de oder telefonisch unter 030 92 303 91.

Ort:

Tanzwerkstatt No Limit e.V.
Buschallee 87 (rechts am Supermarkt vorbei)
13088 Berlin

Verkehrsverbindung: Tram M4, Sulzfelder Straße.

Das Angebot ist KOSTENLOS.

Informationsveranstaltung zur Straßenbahntangente Pankow-Heinersdorf-Weißensee

Wir waren für Euch am 7.11.2018 bei der Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum Neubau der Straßenbahntangente zwischen Weißensee und Pankow (Verlängerung der Linien 27/12). Hier ein kurzer Bericht:

Die Beteiligung und das Interesse waren sehr groß. Es kamen ca. 250-300 Menschen zur Veranstaltung, die in der Max-Bill-OSZ-Schule in der Gustav Adolf-Straße 66 stattfand.

Es begrüßten uns Dr. Imke Steinmeyer, Leiterin des Referates Grundsatzangelegenheiten der Verkehrspolitik, Verkehrsentwicklungsplanung bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie Dr. Ursula Flecken von Planergemeinschaft für Stadt und Raum e.G.

Frau Flecken stellte den Ablauf vor und stellte ein paar einleitende Fragen an das Publikum. Dabei stellte sich heraus, dass viele Anwesende aus Heinersdorf und Pankow kamen, einige aus Weißensee und ein größerer Teil auch aus anderen Regionen. Etwa die Hälfte der Anwesenden bezeichneten sich als ÖPNV-Nutzer_innen.

Anschließend erläuterte Frau Steinmeyer den Auftrag zur Straßenbahnplanung, den Rahmen und Ablauf der Projektplanung und die Umsetzung. Darauf folgend erläuterte Herr Frank Schäfer von der Intraplan Consult GmbH den aktuellen Arbeitsstand der derzeitigen „Variantenbetrachtung“.

Ziel der Veranstaltung sollte es nun sein, die derzeit durch das Planungsbüro entwickelten Varanten für die Umsetzung der Straßenbahntangende den Bürger_innen vorzustellen, Fragen zu beantworten und Anregungen der Bürger_innen aufzunehmen, damit diese in die Erarbeitung einer „Realisierungsempfehlung“ des Büros mit einfließen können.

Entsprechend stellte Herr Schäfer den derzeitigen Planungsstand vor. Die Powerpoint dazu ist auf der Seite der Senatsverwaltung abrufbar. (https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/oepnv/netzplanung/download/2018-11-05_Strassenbahn_Pankow.pdf)

Nun gab es die Möglichkeit für Rückfragen. Dabei stellten zahlreiche Anwensende Rückfragen zu Fragen, die die Planungen des zuzkünftigen Wohngebietes „Blankenburger Süden“ betrafen. Die Verwaltung und Planer stellten jedoch wiederholt klar, dass es an diesem Abend nur um die Straßenbahntangende gehen werde und die geplante Wohnbebauung des Blankenburger Südens sowie die Straßenbahnanbindung mit der M2 nicht Gegenstand dieses Abends sein könnten und sollten.

In der Fragerunde verwies Herr Schäfer auf die Schwierigkeiten der engen Verkehrsräume insbesondere in Heinersdorf. Man strebe aber durch das Projekt eine Verlagerungswirkung hin zum ÖPNV weg vom PKW-Verkehr an, antwortete Frau Seinmeyer auf eine Anfrage. Verläufiger Bewertungsstand der unterschiedlichen Varianten sei, dass die Varianten 1 und 2 nur geringe Chancen zur Verwirklichung haben, während die Varianten 3 bis 5 derzeit in der engeren Wahl seien. (Details zu den Varianten findet Ihr auf Seite 35 der Powerpoint)

Anschließend wurden die Anwesenden gebeten sich auf fünf sog. Dialoginseln aufzuteilen. Hier waren jeweils zwei Expert_innen anwesend, die die Detailplanung eines Planungsabschnitts erläuterten, auf Nachfragen versuchten zu antworten und Anregungen der Anwesenden sammelten. Alle Anregungen und Kritik wurden aufgenommen und auf Karten geschrieben und an Moderationstafeln gepinnt. Insgesamt wurden drei Runden an den Dialoginseln durchgeführt, so dass jede_r Anwesende die Möglichkeit hatte zu drei verschiedenen Abschnitten zu gehen.

Am Ende dieser drei Runden war die Zahl der Anwesenden stark geschrumpft und es gab noch eine Abschlussrunde in der zentrale Ergebnisse aus den Dialoginseln vorgestellt wurden. Die Planer versicherten, dass alle gesammelten Informationen in den weiteren Planungsprozess einfließen werden.

Zum Ende wurde darauf verwiesen, dass weitere Informationen auf der Internetseite der Senatsverwaltung abrufbar sein sollen und noch bis zum 21. November auch schriftlich weiteren Anregungen online (https://mein.berlin.de/projects/strassenbahntangente-pankow/) auf der Beteiligungsplattform des Landes Berlin und auch postalisch an die

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, IV A 2-7, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin gerichtet werden können.

Wir werden die Entwicklungen der Planungen weiter verfolgen und Euch auf dem aktuellen Stand halten und uns weiter in den Planungsprozess einmischen – macht mit…

Große Verkehrsinfrastrukturprojekte in unserer Nachbarschaft

Wie wir bereits bei unserem Stadtspaziergang zum Thema Verkehrs gesehen haben, stehen einige große Verkehrsinfrastrukturprojekte an, die unsere Leben in Zukunft stark beeinflussen werden. Bei unserem Werkstatt-Tag zum Schwerpunkt Mobilität wollen wir uns auch damit beschäftigen.

Vorab möchten wir Euch aber schon ein paar Informationen liefern.

Straßenbahntangente Pankow-Heinerdorf-Weißensee

!Aktuelle Neuigkeiten findet Ihr in diesem Beitrag!

Vom jetzigen Endhaltepunkt der Tram-Linien 12 und 27 am Pasedagplatz aus ist eine Neubaustrecke bis zum S-Bahnhof Pankow geplant. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz führt derzeit Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung in der betroffenen Gebieten sowie eine Online-Beteiligung durch. Bis zum Sommer 2019 sollen dann Grundlagenermittlungen und Untersuchungen zur genauen Planung des Streckenverlaufs durchgeführt werden. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Senatsverwaltung. Als Grund für den Bau der Tangentiale wird der „größte Bevölkerungszuwachs innerhalb Berlins bis 2030 (…) für den Bezirk Pankow mit zusätzlichen 16 Prozent“ genannt. Zudem sollen neue Wohngebiete rund um die Idunastraße erschlossen werden und der ÖPNV attraktiver gemacht werden.

Sicher wird es noch einige Jahre dauern, bis aus den jetzigen Untersuchungsprojekt ein Bauprojekt wird und dieses beendet ist. Aber es ist jetzt ein wichtiger Zeitpunkt, Interessen, Bedarfe und Erfahrungen in die Untersuchung mit einzubringen und den Prozess interessiert und sachkundig zu begleiten.

Nördliche Berliner Allee

Die sehr schlechte Situation für Anwohner_innen und den nicht-motorisierten Verkehr an der nördlichen Berliner Allee ist schon seit vielen Jahren Thema der Anwohner_innen-Iinitiative „KiezGestalten“. Hier geht es zum einen um praktische Verbesserungen der derzeitigen Situation an der Berliner Allee, wie z.B. die Schaffung weiterer Fußgänger-Querungen und mehr Sicherheit für Radfahrer_innen. Zum anderen geht es aber auch darum, die Straße insgesamt kurzfristig zumindest ein wenig erträglicher zu machen. Die Klage eines Anwohners und KiezGestalten-Aktivisten auf bessere Lustqualität war zwar erfolgreich, doch der Senat verhindert bis heute eine Umsetzung des Gerichtsurteils auf Einführung von Tempo 30 (wie es an anderen Stellen der Stadt aus gleichem Grund bereits erfolgt ist).

Nachdem die KiezGestalten sich bereits seit fünf Jahren für eine Neugestaltung der nördlichen Berliner Allee einsetzen und dazu auch bereits BVV-Beschlüsse erreicht haben, widmet sich nun auch die Senatsverwaltung dem Großprojekt der Erneuerung und Neugestaltung der stark befahrenen Straße. Für uns als Nachbar_innen ist dies ein wichtiger Zeitpunkt, um eigene Bedarfe und Vorstellungen für eine möglichst nachhaltige und bürgerfreundliche Neugestaltung der Straße einzubringen.

Umgehungsstraße Malchow

Folgt 🙂

Bericht über den Workshop „Ernährung und Klimaschutz – Infos und gemeinsames Kochen“

Zu Beginn des Workshops stellten wir uns vor und erzählten einander, welchen Bezug wir bereits zum Thema „Ernährung und Klimaschutz“ haben.

Im nächsten Teil diskutierten wir in großer Runde über die folgenden Fragen:

  • Können wir als Konsument_innen die Lebensmittelproduktion überhaupt beeinflussen?
  • Gibt es in Deutschland bezüglich des Einkaufs von Lebensmitteln eine „Geiz ist geil“ Mentalität und falls ja, wie könnte dem entgegen gewirkt werden?
  • Kann man Biolabels über den Weg trauen?
  • Bleibt der Genuss auf der Strecke, wenn man sich ausschließlich regional und saisonal ernährt?


Es war interessant, sich über diese Aspekte auszutauschen. Wir waren uns z.B. darin einig, dass wir durchaus einen Einfluss als KonsumentInnen haben. Weil unser Konsum/ unsere Nachfrage natürlich auch das Angebot mit beeinflusst. Und wir stimmten auch in dem überein, dass es nicht zwangsläufig einen Genussverzicht bedeutet, auf Regionalität und Saisonalität bei Lebensmitteln zu achten.

Nach diesem interessanten Gespräch ging es mit einem Memoryspiel weiter, bei dem wir gemeinsam bestimmten Begriffen (die mit dem Klimawandel zusammenhängen) die entsprechenden Hintergrund Erklärungen zuordnen sollten. Das fand ich ziemlich informativ und mir wurde hierbei z.B. erst klar, dass es einen natürlichen Treibhauseffekt gibt, der überlebensnotwendig auf der Erde ist. Mit ihm ist die Durchschnittstemperatur auf der Erde 15 Grad. Ohne ihn hätten wir nur – 18 Grad. Problematisch ist es nur dann, wenn sich der Treibhauseffekt durch das menschliche Handeln noch weiter erhöht.

Anschließend wurde ein Referat gehalten, über die CO2 Fußabdrücke verschiedener Lebensmittel und wie sich diese zusammen setzen. Hierbei wurde z.B. erklärt, dass Regionalität nicht immer umweltfreundlich ist, wenn bestimmte Lebensmittel z.B. monatelang aufwändig gekühlt-, oder in Treibhäusern angebaut werden.

Nach der Theorie ging`s dann in die Praxis über. Die AnleiterInnen des Workshops hatten sich ein klimafreundliches Rezept überlegt, das wir gemeinsam kochten.
Es gab: Einen Feldsalat mit einer leckeren Vinaigrette; ein Hauptgericht bestehend aus einem Weißkohl, Möhren, Rote Beete- Curry mit Kartoffeln und angebratenem Tofu und als Nachspeise Apple Crumble (Äpfel mit einem Teig überbacken).
Während des Kochens wogen wir alle Zutaten ab (schrieben die verwendeten Mengen auf) und berechneten anschließend den gesamten CO2 Fußabdruck des Essens, mit Hilfe der Website „Klimatarier“.
Das Ergebnis: Wir verbrauchten für das Essen insgesamt 6,46 kg. CO2. Im Vergleich zu einem klimaschädlichen Gericht wie z.B. Spaghetti Bolognese mit Parmesan Käse haben wir mehr als 10 kg. CO2 eingespart. (Der CO2 Fußabdruck von Spaghetti Bolognese wäre für dieselbe Personenanzahl 16,80 kg. C2 gewesen). Das war beeindruckend. Und das Essen hat Allen von uns sehr gut geschmeckt.

Am Ende des Workshops haben wir dann auf Karten geschrieben, was bisher für uns „Barrieren“ waren, ausreichend auf unsere Ernährung (bezüglich Klimaschutz) zu achten und was wir zukünftig bezüglich unserer Ernährung hinsichtlich Umweltschutz verbessern möchten.

In der Workshop-Auswertung am Ende äußerten sich alle sehr zufrieden über den Workshop.

Vielen Dank an die OrganisatorInnen für dieses tolle Angebot.

Der Workshop fand am Sa.17.3. 2018 von 10:00-16:00h in den Räumen des KuBiZ statt.

Energie

Klimaschutztipps für den Alltag

  • Moderne Wärmeschutz Verglasung an Fenstern spart Energie
  • Heizungen ab und zu entlüften für optimale Heizleistung (Quelle: Klimasparbuch Frankfurt)
  • Räume nur heizen, wenn man sich darin aufhält und nicht auf mehr als 21 Grad
  • Räume im Sommer nicht unter 24 Grad kühlen
  • nachts durch Lüften kühlen, nicht über Klimaanlagen.
  • sich der Umgebungstemperatur gemäß kleiden, so dass extra heizen oder kühlen vermieden werden kann
  • Vorhänge zuziehen (zur Kühlung, wenn die Sonne rein scheint), vor allem bei Altbaufenstern
  • Deckenventilatoren anstelle von Klimaanlagennutzen
  • Nicht den Bildschirmschoner benutzen, verbraucht viel Strom
  • Die hellste Stufe für Monitorhelligkeit verbraucht viel Strom, lieber etwas gedimmt
  • Standby ausschalten
  • Handyladegeräte aus Steckdose herausnehmen, wenn nicht in Benutzung
  • Einen vollen Wasserkocher anschalten und dann das Wasser in Thermokannen warmhalten
  • nach Möglichkeit Treppen statt Fahrstuhl nehmen
  • LEDs sind am Strom-sparendsten
  • Licht ausschalten beim verlassen des Raumes
  • Dimmer installieren (Quelle: International Young Naturefriends: Green Tool Box (engl.)
  • Internetadressen nicht bei Google eingeben sondern direkt in die Browserzeile, Google verbraucht pro Jahr 2,3 Terawattstunden Strom,
    das sind mehr als eine halbe Million Haushalte in Deutschland zusammen gerechnet.
  • alte e-mails löschen, gespeicherte e-mails und Anhänge verbrauchen pro Jahr weltweit ca. 140 Terawattstunden Strom
  • Altgeräte nicht in den Restmüll sondern zu Recyclinghöfen und Sammelstellen, welche die in ihnen enthaltenen wertvollen Rohstoffe wieder extrahieren zur Weiterverarbeitung
  • den Ofen, wenn geht nicht vorheizen, dafür früher herunter drehen, Umluft nutzen
  • Kühler Stellplatz für den Kühlschrank, ansonsten verbraucht er mehr Energie
  • Spülmaschine nicht zu heiß einstellen, 50 Grad reichen bei normaler Verschmutzung
  • Energiesparprogramme nutzen, dauert länger ist aber Klima- und Geldbeutel freundlicher
  • Abfalltrennung – besonders Altpapier und Altglas werden fast vollständig wiederverwertet (Quelle: Monika Götze, ua.: Einfach Öko. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns)

Weiterführende Links im Internet

Konsum

Konsum Check zur Selbstreflektion:

  1. Brauche ich es wirklich?
  2. Muss ich es wegwerfen oder kann ich es ggf. reparieren (lassen)?
  3. Kann ich es leihen, mieten oder gebraucht kaufen?
  4. Konsumiere ich bewusst?
  5. Kann ich Sachen weglassen bzw. durch Anderes kompensieren?
  6. Kaufe ich auch Second Hand Sachen? (Kleidung, etc.)

Klimschutztipps für den Alltag

  • Second-Hand Kleidung ist nachhaltiger als neue Kleidung
  • Gebrauchte Kleidung gibt es in: Second-Hand Läden, auf Flohmärkten und in Umsonstläden, z.B. im KuBiZ (Quelle: BUND „Besser Leben: Wäsche wechseln“)
  • Mülltütenabschaffen – stattdessen Zeitungspapier in Mülleimer
  • Hundebeutel einsparen – mit anderen Plastiktüten von Verpackungen, die sowieso weggeworfen würden ersetzen
  • Gläser wiederverwenden – z.B. für Selbstgemachtes, Aufbewahrung von Resten
  • Reparieren statt wegwerfen – Kleidung flicken, Repair Cafes (Quelle: Annelise Bunk. Besser leben ohne Plastik)
  • Bei Hygiene Papier auf das „Blauer Engel Siegel“ achten und nicht gebleichte, bedruckte oder feuchte Tücher verwenden.
  • Elektrogeräte nicht oft ersetzen durch Neuware und nach gebrauchten Modellen Ausschau halten. Die Produktion und der Stromverbrauch von besonders großen Bildschirmen ist sehr klimaschädlich
  • Gebrauchtes kaufen (Spielzeug und Möbel gibt es genug in second Hand Läden)
  • Möglichst weniger Geräte statt Vieler, Smartphones z.B. ersetzen viele andere Geräte und sind bei langem Gebrauch damit umweltfreundlicher

Quelle: Monika Götze, ua.: Einfach Öko. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns

Nachhaltige kostenlose Apps für Smartphones

Quelle: Klimasparbuch Frankfurt

Weiterführende Links im Internet

Webseiten zum Thema:„Teilen statt besitzen“

„Do it yourself“- Anleitungen für Verschiedenes: www.repaircafe.org/de
NachbarInnenschaft-Tausch/Ausleihe: www.nebenan.de

Mobilität

Klimaschutztipps für den Alltag

  • Auto möglichst abschaffen
  • Ansonsten auf leichte sparsame Autos mit alternativen nicht Verbrennungs-Motor umsteigen
  • Auto teilen, Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten nutzen
  • Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Für Transporte von Gütern sind z.T. auch Lastenräder geeignet
  • Taxi oder Lastentaxi statt eigenes Auto für gelegentliche Fahrten (BUND „Besser leben – Wagen wechseln“)
  • Klimaanlage und Heizung in Maßen
  • immer genug Reifendruck
  • Flüge vermeiden

Quelle: bpb: Themenblätter im Unterricht Umwelt und Verkehr

Weiterführende Links im Internet

Ernährung

Klimaschutztipps für den Alltag

  • Biolebensmittel kaufen so oft es geht, aber möglichst in kleinen Bio- und Hofläden oder auf Wochenmärkten
  • Möglichst wenig Fleisch und Wurst und wenn doch, dann aus Biobetrieben.
  • Schwein statt Rind (10kg/kg weniger Treibhausgase)
  • Regional und saisonal einkaufen (siehe auch BUND „Besser leben – Zu Bio Wechseln“)
  • Apfelsaft aus heimischen Äpfeln statt Orangensaft (O-Saft beinhaltet die dreifache Menge an Treibhausgasen)
  • Mehr Tee als Kaffee (Kaffee verbraucht bei der Produktion viermal so viel CO2 wie schwarzer Tee)
  • Thermo- Kaffeebecher für unterwegs, anstelle von „To Go“ Bechern.
  • Leitungswasser statt Flaschenwasser spart Geld, Verpackungsmüll, Transportwege und Abfüllprozess-Emissionen (Leitungswasser 0,5 g Co2 /liter – Flaschenwasser das bis zu 400fache) Leitungswasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel, gesundheitlich also unbedenklich.
  • Anstelle von Reis mehr Nudeln und Kartoffeln (möglichst regional). 1 kg Reis verursacht 3 kg Treibhausgase (Beim Anbau entsteht 10-17 % des weltweiten Methan Ausstoß). Nudeln: 1 kg, Kartoffeln 200 gr.

Quelle: Monika Götze, u.a.: „Einfach Öko. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns“

Weiterführende links zu Ernährung und Klimaschutz

Bericht über den Workshop „Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserkreislauf und nachhaltiger Wasserkonsum“

Workshop nachhaltiger WasserkonsumAls erstes stellte sich der Verein solar e.V. vor und wir machten eine Vorstellungsrunde. Dann positionierten wir uns zu verschiedenen Fragen, je nach unserer Meinung in verschiedenen Ecken des Raumes. Es kam eine Diskussion darüber auf, ob man (angesichts des Klimawandels) überhaupt noch Kinder bekommen sollte. Es fiel auf, dass alle jüngeren Frauen unter uns meinten, dass sie keine Kinder in diese Welt setzen möchten. Die älteren Frauen hingegen hatten bereits erwachsene Kinder und plädierten dafür, die Hoffnung nicht aufzugeben und doch Kinder zu bekommen. Außerdem diskutierten wir über die Frage, ob die z.T. extremen Wetterphänomene in Berlin in den letzten Monaten (z.B. Stürme und Starkregen) ggf. bereits mit dem Klimawandel zusammenhängen könnten.

Anschließend hielt eine Gastreferentin einen interessanten Input über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasser Situation (Reserven) in verschiedenen Ländern. Hierbei ging es auch viel um Kritik am menschlichen Umgang mit Wasser. Es wurden z.T. Wissenschaftler*innen zitiert, welche die These aufstellten, dass die Ausbeutung der Ressource Wasser und z.B. auch die Trockenlegung von Böden durch Versiegelung die Hauptfaktoren für den Klimawandel seien. Diesen Standpunkt vertraten die meisten der Teilnehmenden nicht. Für sie blieb die Co2 Produktion ausschlaggebend für den Klimawandel. Es ergab sich eine interessante , anregende Diskussion.
Nach einer Mittagspause mit leckeren veganen Snacks, wurde die interaktive Methode „ein Schritt nach vorn“ zum Thema „Soziale weltweite Unterschiede bei der Betroffenheit durch den Klimawandel“ angeleitet. Alle von uns bekamen Rollenkarten (die wir den anderen nicht zeigen durften). Es waren privilegierte und unterprivilegierte Rollen dabei von Menschen aus verschiedenen Ländern dabei, die verschieden stark von Überflutungen und Dürren z.B. betroffen (oder nicht betroffen) sind. Wir stellten uns alle in eine Reihe und dann stellte die Moderatorin Fragen, z.B.: „Spürst Du die Auswirkungen des Klimawandels bereits negativ in Deinem eigenen Leben?“ Alle, die diese Frage mit „ja“ beantworten konnten, sollten einen Schritt nach vorne gehen. Es wurden noch mehrere andere Fragen gestellt und schließlich standen die unterprivilegierten Rollen auf der anderen Seite des Raumes, die Privilegierten waren stehen geblieben. Diese Methode war interessant und man konnte sich empathisch gut in die Rollen hinein versetzen.

Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum Workshop nachhaltiger Wasserkonsum

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann mit einem Referat über virtuelles Wasser und Wasserfußabdrücke in Produkten weiter. Uns hat erschreckt, wie immens hoch der tägliche Wasserverbrauch in Deutschland durch „verstecktes“ Wasser pro Person ist. Das sind ca. 5000 liter am Tag. Besonders interessant fand ich dann noch die Unterscheidung in „grünes“ (Regenwasser), „blaues“ (Grund- und Oberflächenwasser) und graues Wasser (Verschmutzung). Aus diesen verschiedenen Wasser-Arten setzen sich die Gesamtwasserfußabdrücke von Produkten zusammen . Ich habe mir vorgenommen, nie wieder Kartoffeln aus Ägypten zu kaufen, weil die vorwiegend mit kostbarem Grundwasser (blauem Wasser) bewässert werden, wohingegen Kartoffeln aus Brandenburg überwiegend durch Regenwasser (grünes Wasser) bewässert werden können.
Im 2. Teil sammelten wir in Kleingruppen Gedanken zum Thema „Alltag und Wasserkonsum“. Hierbei wurden die Fragen gestellt: „In welchem Bereich achte ich bereits auf meinen Wasserkonsum?“ „Was würde ich gern noch zusätzlich tun?“ und „Welche Hindernisse gibt es“?

Anschließend tauschten wir uns in der Gesamtgruppe über die Ergebnisse aus. Auffällig war, dass es viele Überschneidungen gab, v.a. bei der Frage was man gerne noch zusätzlich tun würde, um Wasser sparsamer zu leben. Hierbei wurde z.B. mehrfach genannt, in Zukunft komplett auf das Kaufen von Wasserflaschen verzichten zu wollten und noch mehr auf die Herkunft von Produkten zu achten (hinsichtlich der Wasserfußabdrücke).

Die Gruppe setzte sich aus Personen verschiedenster Richtungen und Hintergründen zusammen, sowohl noch Unerfahrene, als auch fachkundige wie auch politische Aktivist*innen, was einen interessanten Austausch ermöglichte. Der Workshop hat ein breites Spektrum an Themen, Herangehensweisen und Bildungsmethoden zum Thema Wasser und Klimaschutz geboten und viele gute Denkanstöße und Handlungsperspektiven mit sich gebracht. In der Abschlussrunde waren wir uns einig, dass es ein sehr interessanter Workshop war und dass wir weiterhin im Kontakt bleiben möchten.

Hier die Präsentation zum Wasserfußabdruck zum Download:

Der Workshop fand am Samstag, den 09.12.2017, von 10:00 bis 16:00 Uhr im KuBiZ Berlin-Weißensee statt.